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Bad Bevensen bewirbt sich darum, eine Mannschaft der Special Olympics zu beherbergen

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Abschluß der Special Olympics in Kiel
7000 Athleten aus 170 Nationen werden zu den Special Olympics World Games 2023 in Berlin erwartet. Im Bild der Abschluss der Nationalen Spiele in Kiel 2018. © dpa

7000 Athleten aus 170 Nationen treffen sich vom 17. bis 24. Juni 2023 in Berlin. Wettkampf, Sportsgeist, Feiern – das unterscheidet die Special Olympics World Games mit ihren 26 Sportarten nicht von anderen großen Sportveranstaltungen, aber für die Teilnehmer ist es ein ganz besonderes Ereignis. Bad Bevensen hat sich jetzt als Gastgeber für eine der Mannschaften beworben.

Bad Bevensen - Auf Antrag der BfB hat der Stadtrat für die Bevenser Bewerbung 15 000 Euro eingeplant. „Es passt einfach sehr gut zu Bad Bevensen, weil wir barrierefrei und ein guter Gastgeberort sind“, sagt Ines Utecht, Marketingchefin der Bad Bevensen Marketing (BBM). Im Januar wurde die Kurstadt als erster barrierefreier Ort in Niedersachsen ausgezeichnet. Auch ein Erfolg des Inklusionsbeirats, der sich seit Jahren für die Umsetzung von Maßnahmen zur Inklusion, also zur Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen am Leben einsetzt.

„Viele touristische Angebote sind für alle Menschen erlebbar, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, und für solche mit Seh- und Hörbehinderungen oder kognitiven Einschränkungen“, heißt es in der Bewerbung der Stadt. „Natürlich ist uns bewusst, dass nicht alle Einrichtungen des Ortes zu 100 Prozent barrierefrei sind – aber wir arbeiten auch künftig daran und bieten unserer Ansicht nach alle Voraussetzungen, Host Town der Special Olympics World Games 2023 werden.“

Als Übernachtungsort für eine bis zu 20-köpfige Mannschaft bietet sich das barrierefreie Heidehotel an. Vier Tage lang sollen die Sportler in der Kurstadt beherbergt werden, wenn Bad Bevensen den Zuschlag erhält. „Die Kolleginnen haben ein schönes Programm zusammengestellt“, berichtet Ines Utecht. Die Mannschaft wird demnach im behindertengerechten Reisebus vom Flughafen abgeholt und bei einen Willkommensabend begrüßt. Es soll einen Fackellauf, Bewegungsangebote im Kurpark, eine Einladung in die Therme und eine Führung durch das Kloster Medingen geben. Auch Steffen Lehmker, paralympischer Biathlet aus Bad Bevensen, hat laut Ines Utechts seine Teilnahme zugesagt. Kooperationspartner der Host Town sind das DRK, die Awo und Leben leben.

„Das ist für Bad Bevensen eine tolle Sache“, findet Bürgermeister Jürgen Schliekau, und die Bewerbung passe zur Kurstadt als Urlaubsstandort. „Das ist unsere Kernkompetenz und die wollen wir noch ausbauen“, ergänzt Stadtdirektor Martin Feller. Seit Jahren bemühe sich Bevensen um Inklusion.

230 Orte von Arendsee in der Altmark bis Wurzen in Sachsen haben sich als Host-Town, als Gastgeber-Stadt, beworben. Im Dezember fällt die Entscheidung. „Ich bin mir sicher, dass wir da gut abschneiden werden“, so Feller. „Das ist ein guter Test, um besser zu werden.“

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