Alles dreht sich ums Plattdeutsche

72. Auflage der Bevensen-Tagung bietet abwechslungsreiches Programm

Bei der Bevensen-Tagung gab es zahlreiche plattdeutsche Bücher, CDs und DVDs zum Stöbern.
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Bei der Bevensen-Tagung gab es zahlreiche plattdeutsche Bücher, CDs und DVDs zum Stöbern. 

Bad Bevensen – Klaus Groth und Ritter Trenk entwickelten sich zu den Hauptfiguren der traditionellen Bevensen-Tagung, besser bekannt unter dem Namen „Niederdeutsche Dichtertagung“.

Sie trug als Titel „Groth & Lütt“, was andeutete, dass es für „Groß und Klein“ bestimmt war und natürlich auf Klaus Groth. Drei Tage waren am Wochenende in Bad Bevensen wieder bestimmt für das Plattdeutsche – und zwar in vielfältiger Form. „Tohöörn, wat lehrn, wat vörstellen, schnacken, tokieken, musiziern, diskutiern und mehr“, wie es eine Teilnehmerin unter den etwa 60 Besuchern zusammenfasste.

Am Freitagvormittag ging es in der Schule los. In Form eines sich entwickelnden plastischen Pappkartontheaters stellte Heidrun Schlieker Dritt- und Viertklässlers der Grundschule Himbergen die plattdeutsche Geschichte aus „Das kleine Mammut“ vor. Carl-Heinz Dirks machte Deutsch-Leistungskursschülern aus dem zwölften Jahrgang der Fritz-Reuter-Schule klar, wie bedeutend das Plattdeutsche früher war, und verglich Fritz Reuter und Klaus Groth, beides namhafte plattdeutsche Literaten ihrer Zeit.

Die Vorsitzende der Tagung, Marianne Ehlers.

Die Vorsitzende der Bevensen-Tagung, Marianne Ehlers eröffnete am Freitagnachmittag offiziell die 72. „Niederdeutsche Dichtertagung“, die zusammen mit der Stadt Bad Bevensen veranstaltet wurde. Danach wurde „Ritter Trenk op Platt“ als Film angeschaut. Für dieses Werk erhielt der Verein „Platt und Friesisch an der Schule“ gestern den Lüttjepütt-Preis (Bericht folgt).

Abends stand Klaus Groth im Mittelpunkt – anlässlich seines 200. Geburtstags. „As domols bi den Soot …“ lautete die Überschrift und bezog sich damit auf Groths bekanntes Gedicht „Mien Jehann“. Musikalisch begleitete der Groth-Lieder-Experte Christoph Scheffler die Fachbeiträge von Volker Holm und Marianne Ehlers.

Nach vier Vorträgen ging es nachmittags weiter mit „Op de Kist“, moderiert von Dr. Hans-Hermann Briese. Hier stellten Mitglieder und Gäste vor großem Publikum eigene Texte vor, darunter auch eine weiterführende plattdeutsche Version des „fabelhaften“ Gedichts von Klaus Groth: „Matten Has‘“. Im Literarischen Kleeblatt, das ebenso einen festen Platz im Programm hat, diskutierten vier Kenner über vier ausgewählte Bücher.

Das Otto-Groote-Ensemble gab ein Konzert und spielte unter anderem „Kien Fragen un kien Blieven“.

Mit einem Konzert des Otto-Groote-Ensembles fand der Sonnabend seinen musikalischen Ausklang.

VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

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