Waldschule will Sprachunterricht anbieten: Ein Schritt zu mehr Wertschätzung und Akzeptanz

Arabisch für Abc-Schützen

+
„Herzlich willkommen“ – Malaz Al Tayeb (links) schreibt die Worte in arabischer und deutscher Sprache an die Tafel. Willkommen sollen sich auch die Kinder mit Migrationshintergrund an der Waldschule fühlen, sagt Schulleiterin Friederike Hein.

Bad Bevensen. Sie kommen aus Syrien, dem Libanon, Tunesien, Marokko oder dem Irak: 13 Schüler der Waldschule in Bad Bevensen sprechen Arabisch als Muttersprache.

Für sie und auch für Abc-Schützen ohne Migrationshintergrund soll ab Februar nächsten Jahres ein regelmäßiges Angebot zum Arabisch-Unterricht stattfinden.

Die Idee: Schulleiterin Friederike Hein und Malaz Al Tayeb, pädagogische Mitarbeiterin der Waldschule, wollen damit einen weiteren Schritt zur gegenseitigen Akzeptanz und Wertschätzung gehen – und damit einen weiteren Schritt in Richtung Inklusion.

Das Angebot beruht auf einer privaten Initiative von Eltern aus dem arabischsprachigen Raum – eine von ihnen ist Malaz Al Tayeb. 2008 ist sie ihrem Mann aus Syrien in den Kreis Uelzen gefolgt. Um dem Angebot zum muttersprachlichen Unterricht einen festeren Rahmen zu geben, wandte sie sich an die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, diese wiederum informierte Friederike Hein, die sofort begeistert war von der Idee.

Einziger Haken an der Sache: Mindestens zehn Schüler müssten ein solches Unterrichtsangebot über einen längeren Zeitraum wahrnehmen, so Hein.

Von Anna Petersen

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare