Diskussion über dritten Bauabschnitt / Entwurfsplanung soll in etwa einem Jahr stehen

A39-Bau: Anschluss bei Römstedt geplant

Die Verlegung der L 254 zwischen Oetzendorf und Oetzen ist eine der Neuerungen bei den Planungen: Sie soll parallel zur A 39 verlaufen und an die K 3 anschließen. Zudem ist an der L 253 eine Anschlussstelle bei Römstedt geplant. Skizze: Landesstraßenbaubehörde Lüneburg
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Die Verlegung der L 254 zwischen Oetzendorf und Oetzen ist eine der Neuerungen bei den Planungen: Sie soll parallel zur A 39 verlaufen und an die K 3 anschließen. Zudem ist an der L 253 eine Anschlussstelle bei Römstedt geplant. 

Bad Bevensen. In etwa einem Jahr soll die Entwurfsplanung für den Bau der A 39 stehen. Ein knappes Jahr später rechnen die Planer mit dem sogenannten „Gesehen“-Vermerk des Bundesverkehrsministerium, der den Entwurf sozusagen genehmigt und Voraussetzung für das weitere Vorgehen ist.

Doch bis dahin ist es noch ein ganzes Stück Arbeit: Gestern wurde dem A-39-Arbeitskreis der aktualisierte Stand des dritten Bauabschnitts der A 39 zwischen Bad Bevensen und Uelzen vorgestellt – und intensiv diskutiert.

So zum Beispiel die Querung des schutzwürdigen FFH-Gebiets Röbbelbach: Die bisherigen Planungen hierfür stammen aus dem Jahr 2011. Inzwischen liegen neue Verkehrsprognosen bis zum Jahr 2030 vor, und auch aktuelle Daten über den Stickstoffeintrag in den Röbbelbach wurden jetzt berücksichtigt. Ein Vergleich verschiedener Varianten habe aber ergeben, dass die ursprüngliche Vorzugsvariante unter Zugrundelegung der neuen Daten nach wie vor „ganz klar vorn“ liegt, erklärt Annette Padberg, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin der Lüneburger Landesstraßenbaubehörde.

Allerdings gehe mit dieser Variante noch immer eine starke Betroffenheit der Landwirtschaft einher. Die Planer haben aus diesem Grund überlegt, worin genau dieses Problem begründet ist. Das Ergebnis: Vor allem die bei Groß Hesebeck geplante Anschlussstelle hat starke Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen.

Im Jahr 2008, so Padberg, habe man diese Stelle aus rein verkehrlicher Sicht gewählt. Heute allerdings, aus gesamtplanerischer Sicht, stellen sich die Dinge anders dar: Die Anschlussstelle an der Landesstraße 252 bei Groß Hesebeck soll verworfen werden und stattdessen eine solche an der L 253 bei Römstedt entstehen. Diese Lösung, so Padberg, sei „aus gesamtplanerischer Sicht klar zu bevorzugen“. Mit ihr nämlich sei der Eingriff in landwirtschaftliche Flächen deutlich geringer.

Auch eine Verlegung der Landesstraße 254 zwischen Oetzendorf und Oetzen haben sich die Planer genauer angesehen. Denn sie würde die A 39 dort in einem ungünstigen Winkel schneiden und auch noch einen Wildkorridor an der geplanten Wildbrücke über die Autobahn unterbrechen. Die aktuellen Planungen sehen daher eine Verlegung der L 254 vor: Sie soll auf der westlichen Seite parallel zur A 39 verlaufen und an die Kreisstraße 3 von Oetzen nach Masendorf angebunden werden. Die alte L 254 würde entsiegelt werden oder gegebenenfalls als Wirtschaftsweg zur Verfügung stehen können.

Eine Entlastung halten die neuen Planungen noch für die Oetzener bereit: Durch die Entwidmung der Bahnstrecke Uelzen-Dannenberg ist in diesem Bereich keine Autobahnüberführung mehr erforderlich. Die A 39 soll demnach nicht mehr auf einem Damm verlaufen, sondern auf vorhandenem Geländeniveau. Im Hinblick auf Lärmbelastungen und Sichtbeeinträchtigungen böte diese Entwicklung Vorteile, sagte Padberg.

Von Ines Bräutigam

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