„Wir können nicht ohne Musik“

Anfang 2020 gegründetes Blasorchester Bad Bevensen startet jetzt durch

Gemeinsam mit Abstand: Die Mitglieder des Blasorchesters sind froh, dass sie wieder gemeinsam musizieren können – wenn auch zunächst nur im Freien.
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Gemeinsam mit Abstand: Die Mitglieder des Blasorchesters sind froh, dass sie wieder gemeinsam musizieren können – wenn auch zunächst nur im Freien.

Bad Bevensen/Gerdau – „Schneller!“ Markus Nettelbeck, musikalischer Leiter des Blasorchesters Bad Bevensen, hält sich nicht zurück. Er weiß genau, wo die Schwächen „seiner“ Musiker liegen und weist sie darauf hin.

Es darf wieder geprobt werden – zwar nur draußen und mit Abstand, aber immerhin. „Wir können nicht ohne Musik“, ist Hans-Ulrich Wellmann, Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer des Blasorchesters, froh. So viele Proben gab es seit der Gründung Anfang 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ja noch nicht. Diesmal wird bei Wellmann in Gerdau unterm Außendach geprobt.

Markus Nettelbeck hört genau zu. Noch stimmen Töne und Rhythmus nicht immer.

Wenn alle Zeit haben, sind es rund 25 Damen und Herren, die sich zum Proben treffen. Bei diesem ersten Treffen nach langer Zeit gibt es erst mal eine kleine Vorstellungsrunde, damit man einander besser kennenlernt. Die Bläser kommen aus dem gesamten Landkreis, vor allem aber aus der Samtgemeine Bevensen-Ebstorf, und spielen Posaune, Tenorhorn, Trompete, Saxofon, Klarinette, Querflöte, Tuba, Schlagzeug oder Metallofon. Markus Nettelbeck ist leidenschaftlicher Hobbymusiker, hat jahrelange Erfahrungen und eine Ausbildung zum Dirigenten im Blasorchester. Beim Musikzug in Bad Lippspringe, im Musikverein Willebadessen und im Musikzug Schlangen hat er über Jahre den Taktstock geschwungen. Jetzt leitet er das Blasorchester Bad Bevensen.

Während der probenlosen Zeit waren die Musiker nicht untätig – Uniformen und Visitenkarten wurden angeschafft, eine Webseite eingerichtet, ein Hygienekonzept für die Proben ausgetüftelt und Unterstützer wie die Sparkasse, die Stadt Bad Bevensen und die BBM gesucht und gefunden.

Jetzt muss nur noch ordentlich geübt werden. Stücke in Originalversion, Transkription oder Arrangement gibt es reichlich, seien es „ABBA on Broadway“, „Gruß aus Kiel“ oder „Wir Musikanten“. Nach einem flotten Geburtstagstusch zu Beginn wird zunächst „Highland Cathedral“ gespielt, dann „Time to wonder“. Erst mal müssen alle Töne getroffen werden und der Rhythmus stimmen, bis es dann an den Schliff geht. VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

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