Digitalisierung fürs Rathaus

Andreas Czerwinski (CDU) will Bürgermeister in Bevensen-Ebstorf werden

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Andreas Czerwinski nach seiner Nominierung als Bürgermeisterkandidat der CDU. Der 41-jährige Bevenser ist Polizeioberrat in der Hamburger Innenbehörde. 

Emmendorf/Bad Bevensen – Fünf Kandidaten, zehn Minuten Zeit, sich vorzustellen, anschließend eine kurze Fragerunde: Am Ende entschieden sich die 57 anwesenden CDU-Mitglieder bei der Versammlung in Emmendorf mehrheitlich für Andreas Czerwinski, der 66 Prozent der Stimmen erhielt.

Der 41-jährige Bevenser ist Kandidat für die Wahl des Bürgermeisters der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf am 26. Mai. Vor der Nominierung trat er der CDU bei.

„Es ist wichtig, dass man dieses Amt einem Verwaltungsprofi überlässt, der über moderne Managementmethoden verfügt“, sagt der frisch gebackene CDU-Kandidat über sich selbst. Zentrales Thema ist für ihn die Digitalisierung. „Unsere Samtgemeinde steht, wie so viele andere Verwaltungen auch, vor der Aufgabe, sich ein gutes Stück weit neu zu erfinden“, erklärt Czerwinski.

Mit der Thematik kennt sich der Vater einer Tochter und Ehemann der WBB-Ratsfrau Linda Czerwinski aus. Der Polizeioberrat in der Hamburger Behörde für Inneres ist Projektmanager für die Digitalisierung der Einsatzleitstellen von Polizei und Feuerwehr in der Hansestadt. Als Senatsvertreter muss er in dieser Funktion auch Politiker im Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft überzeugen.

Ob bei der Ausstellung eines neuen Personalausweises oder bei der Ummeldung nach einem Umzug – Digitalisierung spare nicht nur der Verwaltung Zeit, sondern auch den Bürgern und Unternehmen. Alle Verwaltungsprozesse müssten kritisch unter die Lupe genommen werden.

Der CDU in Bevensen-Ebstorf ist die Verwaltungserfahrung wichtig. Der Samtgemeindebürgermeister müsse die Mitarbeiter in den Rathäusern in Bevensen und Ebstorf führen und motivieren sowie frei werdende Schlüsselpositionen besetzen. Zudem müsse er beim dritten Gleis und der A 39 im Interesse der Bürger Verhandlungsgeschick zeigen.

Mit der Kommunalpolitik in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hatte der Kandidat bislang nichts zu tun. „Das ist gar nicht so mein Ding“, sagt Czerwinski. „Ich bin mehr der Verwaltungsprofi, weil mich das Umsetzen reizt.“ Deshalb sieht er sich vor allem als Dienstleister für die Kommunalpolitik.

In seiner Freizeit arbeitet Czerwinski seit über 20 Jahren beim Rettungsdienst des DRK. Er ist in seiner Heimatstadt Führungsmitglied der Gilde. Zudem hat er die Jagd für sich entdeckt. Der Aufenthalt in der Natur sei für ihn eine echte Kraftquelle.

VON GERHARD STERNITZKE

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