Architekt Björn Radtke stellt in Himbergen Pläne für die Erweiterung vor

Anbau für den Kindergarten Himbergen

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Himbergens Bürgermeister Jürgen Hinrichs (rechts) wirft zusammen mit den Einwohnern einen Blick auf das Modell des geplanten Kindergarten-Anbaus.

Himbergen – Der Kindergarten in Himbergen muss dringend ausgebaut werden, weil zusätzlicher Platz für eine weitere Krippengruppe gebraucht wird. Jetzt wurden die Ausbaupläne im Gemeinderat von dem Architekten Björn Radtke vorgestellt.

„Wir wollen nicht nur den Anbau machen, sondern auch den Bestand insgesamt aufwerten“, erklärte Radtke zu seinem Entwurf. Dieser sieht vor, die drei Kindergarten-Gruppen im Altbau unterzubringen – zwei Gruppen mit 25 Kindern und eine mit 22 Kindern. Damit werden zwölf zusätzliche Plätze geschaffen. Um Raum zu gewinnen, wird die bisherige Garderobe aufgelöst und im neuen Verbindungstrakt untergebracht. Der gewonnene Raum wird zur Vergrößerung der Küche, des Büros der Leitung und als zusätzlicher Sanitärraum für die Erzieher genutzt. Der Verbindungsbau ist auch neuer Eingangsbereich. Auch zwölf weitere Parkplätze soll es geben.

Die Krippenräume für insgesamt 30 Kinder werden im Anbau untergebracht. Dort werden 45 Quadratmeter große Räume für zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern entstehen. Hinzu kommt laut Radtke noch der Flurbereich, der von den Kindern mitgenutzt werden kann. Dort sind auch Stauraum und eine Garderobe vorgesehen.

Das Dach des Anbaus soll komplett begrünt werden. Vorteil sei ein besseres Mikroklima, das die Belüftung mit den Oberlichtern erleichtere. Zudem sei die Begrünung eine zusätzliche Dämmung und fange einen Teil des Niederschlags auf, der immer wieder zu Problemen auf dem Außengelände geführt hat. Beheizt werden soll der Kindergarten künftig mit einer Wärmepumpe, die mit Fotovoltaik betrieben werden soll. Für eine eventuelle Erweiterung durch ein zusätzliches Stockwerk ist der Anbau laut Radtke bereits ausgelegt.

„Wir bekommen einen Kindergarten nach neuestem Standard. Ich hoffe, dass wir das jetzt auch so umsetzen können“, sagte Himbergens Bürgermeister Jürgen Hinrichs. Kalkuliert wird mit Baukosten von rund 1,2 Millionen Euro.

Die Kosten abzüglich der Förderungen durch das Land Niedersachsen und den Landkreis Uelzen werden nach einem Verteilungsschlüssel zwischen vier Gemeinden aufgeteilt. Hierzu wurde der Nutzungsvertrag angepasst. Für 55 Prozent der Kosten kommt Himbergen auf, jeweils 20 Prozent tragen Römstedt und Weste.

Stoetze trägt fünf Prozent, gedeckelt auf höchstens 50.000 Euro.

VON LARS LOHMANN

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