„Das ist eine Neubaustrecke“

Alpha-E. – Bahn präsentiert Vorüberlegungen für Umfahrung Bevensens

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Güterzug bei Bruchtorf. Eine Umfahrung Bad Bevensens würde einen weiten Bogen schlagen.

Bad Bevensen – Umfahrungen sind möglich – diese Aussage ist Teil des Kompromisses für den Bahnausbau unter dem Titel Alpha-E. Was eine Umfahrung von Bad Bevensen bedeuten würde, das wurde jetzt in der Arbeitsgruppe Alpha-E deutlich, die am Dienstag in Hannover tagte.

Dort stellte die Deutsche Bahn erste Überlegungen vor, und die haben es in sich.

„Dabei wurde deutlich, dass die Umfahrung im Westen verlaufen würde“, berichtet Bevensens Bürgermeister Martin Feller (Grüne), der an der Runde teilgenommen hat. „Der Radius um Bad Bevensen wird fünf Kilometer betragen.“ Zusammen mit den Kurvenradien, die bei Geschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern eingehalten werden müssen, ergibt das einen großen Bogen, der zwischen Uelzen und Emmendorf von der Bestandsstrecke abzweigt und erst in Bienenbüttel wieder darauf einmündet.

„Das ist eine Neubaustrecke“, stellt Feller fest. Bad Bevensen hat sich wie Lüneburg für eine Neubaustrecke an der Autobahn 7 ausgesprochen. Hierdurch, so die Argumentation, werde nicht zusätzlich Landschaft zerschnitten. Das dritte Gleis lehnt die Kurstadt grundsätzlich ab. „Das dritte Gleis kostet 70 Prozent von zwei Gleisen für eine Kapazitätssteigerung von 30 Prozent“, rechnet Feller vor. „Und wir wissen nicht, wie ein drittes Gleis durch Bad Bevensen geführt werden soll, weil jede Menge Wohnbebauung abgerissen werden muss.“

In dem Arbeitskreis Alpha-E hat die Bahn bereits zwei weitere Varianten beschrieben, ein drittes Gleis durch die Orte sowie eine Strecke für Geschwindigkeiten bis Tempo 230. Auch die Überlegungen für Umfahrungen sind noch sehr schematisch, betont Feller. Auch Naturschutzaspekte seien noch nicht betrachtet worden.

VON GERHARD STERNITZKE

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