Bevenser Inklusionsbeirat veranstaltet die Runde seit einem Jahr

Aktion „Lass uns reden“: Intensiver Austausch im Kurhaus

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„Lass uns reden“: 2018 hat der Bevenser Inklusionsbeirat die Aktion ins Leben gerufen. Zum einjährigen Bestehen traf man sich nun im Kurhaus.

Bad Bevensen – Es ist eine gemütliche, bisweilen heitere Runde, die da im Foyer des Kurhauses beisammen sitzt. Gesine Mörtl hat die zusammengeschobenen Tische noch schnell mit Servietten dekoriert. Kaum ist die Runde eröffnet, gibt es Konfekt und Wasser.

Und sogar ein rotes Schokoherz für die, die von Beginn an dabei waren.

Denn an Gesine Mörtl als Vorsitzende des Inklusionsbeirats der Stadt ist es an diesem Tag, eine kleine Bilanz zu ziehen über die Aktion „Lass uns reden“, die vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Damals traf man sich im „Anno 1825“, lernte sich kennen – und beschloss, nach draußen zu gehen. In den Bioladen etwa oder an den Trinkbrunnen. Nun ist das Foyer des Kurhauses seit einem halben Jahr jeden zweiten Freitag im Monat um 15 Uhr fester Treffpunkt von „Lass uns reden“. Auch jetzt zum einjährigen Bestehen sind 20 Teilnehmer gekommen.

Kommunikation und soziale Kontakte sollen mit dem Projekt gefördert werden. Geredet wird über die Geschichte der Stadt, über Politik, über das soziale Leben. Und es ist naturgemäß Bürgermeister Martin Feller, der erster Ansprechpartner für kommunalpolitische Anliegen ist. Feller sagt, dass er die Begegnungen schätze: „Das finde ich wichtig, um mit den Menschen im Gespräch zu bleiben.“

Und in der Tat, Feller kann sich über Redezeit nicht beklagen. Da trägt Heiner Meusen die Frage vor, warum es keine Elektromobilität gibt in der Stadt. Und Feller, der darauf verweisen kann, dass im vergangenen Haushalt bereits 100.000 Euro eingestellt waren, aber wegen der späten Haushaltsfreigabe nicht abgerufen werden konnten, sagt: „Wir halten uns ran. Ich möchte, dass die Ladesäulen bereits dieses Jahr stehen werden.“ Feller hat dabei den Göhrdeparkplatz im Blick, der zusammen mit Car-Sharing und einer Haltestelle für eine wieder fahrende Kurbahn zu einem „Mobilitätsplatz“ werden soll. Seine Diskussionspartner sprechen sich auch für eine Ladesäule am Bahnhof aus.

So gehen der Runde die Themen nicht aus: die Probleme der Rollator-Nutzer, höhere Steuern für Glücksspielautomaten, Radfahrer auf dem Bürgersteig, nicht zurückgeschnittene Hecken, wellige Gehwege oder das Problem mit dem Hundekot. „Ich habe meine Schaufel immer noch stehen“, sagt Gunthard Klein über die Verhältnisse am Spielplatz rückwärtig der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Da der Spielplatz nicht mehr umfriedet sei, ließen Hundebesitzer ihren Vierbeinern freien Lauf. Es sei Geld für Zäune im Haushalt eingestellt, sagt Feller. „Das ist im Blick.“

VON CHRISTIAN HOLZGREVE

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