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62-Jähriger soll bei seiner Expartnerin in Rohrstorf Feuer gelegt haben

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Von: Gerhard Sternitzke

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Feuerwehrmann löscht einen Brand
Aus Eifersucht soll der Mann Feuer gelegt haben. Gegen ihn läuft ein Sicherungsverfahren. © Boden, Holger

Am Dienstag beginnt am Lüneburger Landgericht ein Sicherungsverfahren gegen einen 62-Jährigen. Er soll Feuer gelegt und seine Expartnerin drangsaliert haben.

Lüneburg/Rohrstorf – Wegen Brandstiftung, Körperverletzung und Sachbeschädigung droht einem 62-Jährigen die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie. Das entsprechende Sicherungsverfahren beginnt am Dienstag vor der zweiten großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im Mai und Juni vorigen Jahres auf dem Grundstück seiner ehemaligen Partnerin in Rohrstorf eine Werkstatt mit angrenzendem Strohlager in Brand gesetzt zu haben.

Zudem habe er seine Ex und ihren neuen Lebensgefährten auf verschiedenste Art drangsaliert. So soll er mit einem angemieteten Fahrzeug das Auto des neuen Freundes weggeschoben und ein Tablet zum unbemerkten Aufzeichnen von Gesprächen im Wohnzimmer versteckt haben.

Der Beschuldigte ist vorläufig in der Psychiatrie untergebracht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann im Zustand krankheitsbedingter Steuerungsunfähigkeit gehandelt hat. Das Sicherungsverfahren wird durchgeführt, wenn ein normales Strafverfahren wegen Schuldunfähigkeit oder dauernder Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten nicht infrage kommt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Einschätzung psychiatrischer Gutachter zur Gefährlichkeit des Beschuldigten sowie der Prognose für die Zukunft.

Fortsetzungstermine sind für den 12., 19., 24. und 26. Januar 2023 anberaumt. Die Kammer hat zwei Sachverständige hinzugezogen. Zum ersten Verhandlungstag sind drei Zeugen, zum zweiten Tag vier und zum dritten Tag fünf Zeugen geladen.

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