Platzierung mitten in der Stadt

3000 Besucher: Kreisfeuerwehrtag in Bad Bevensen

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Haube hoch: Ein alter Magirus war in der historischen Innenstadt der Kurmetropole zu bewundern.

Bad Bevensen – Beim Kreisfeuerwehrtag in Bad Bevensen präsentieren sich die Wehren mitten in der Stadt. 3000 Besucher und 42 Wehren aus dem Landkreis sind dabei.

Riesenauftrieb in der Kurstadt: Mehr als 3000 Besucher kamen zum Kreisfeuerwehrtag nach Bad Bevensen.

Eine außergewöhnlich große Hüpfburg für die Jüngsten: Eine aufgeblasene Flughafen-Feuerwehr kam bei den Jüngsten im Kurpark gut an.

Bereits am frühen Sonntagvormittag waren Hunderte zwischen den Ständen des Töpfermarktes im Kurpark (hierzu folgt ein weiterer AZ-Bericht) und den Leistungsvergleichen der Feuerwehren auf dem Göhrdeparkplatz unterwegs. Von zwei „Veranstaltungen, die sich gegenseitig befruchten“, sprach mehr als zufrieden Bevensens Bürgermeister Martin Feller. Und Kreisbrandmeister Helmut Rüger sagte über das Engagement der Schwerpunktwehr Bad Bevensen: „Eine nahezu perfekte Organisation.“

In der Tat: Die Feuerwehren aus dem Kreis waren zum 150. Jubiläum der Bevenser Wehr mit rund 500 Kameraden in die Stadt eingerückt. Bis hinauf zum Kirchplatz präsentierten die Wehren aus dem Landkreis ihre neuesten Modelle – und als Gäste historische Feuerwehrfahrzeuge aus Hamburg, Wedel, Uelzen und Rosche-Prielip. „Das ist ein außergewöhnlicher Feuerwehrtag. Mitten in der Stadt. Und mit Wettbewerben, die auch auf kleiner Fläche durchgeführt werden können“, betonte Rüger.

42 Wehren aus dem Landkreis nahmen an den Leistungsvergleichen teil, die im Modul-System den neuesten Standards des Landes genügen. Der Göhrdeparkplatz war in Feuerwehrrot getaucht. Da galt es, eine Wasserentnahme in Rekordzeiten einzurichten. Die Maschinisten waren beim präzisen Rückwärtsfahren gefordert. Oder es war Ziel, einen Kleinbrand zu löschen.

Die Zeit läuft: Einrichten einer Wasserentnahmestelle bei den Leistungswettkämpfen. Insgesamt 42 Wehren aus dem Landkreis waren gestern beim Kreisfeuerwehrtag in Bad Bevensen dabei.

Hatte der Kreisfeuerwehrtag 2018 in Hohenbünstorf noch in Feld und Flur stattgefunden, bewunderte dieses Mal eine ganze Stadt „ihre“ Feuerwehr. Für den Ersatz der häufig in den achtziger Jahren angeschafften Fahrzeuge waren große Investitionen notwendig geworden. Die großen Feuerwehrfahrzeuge kosten zwischen 250 und 300 000 Euro. Die Bevenser Drehleiter, wie sie beim Überschlagssimulator des ADAC und VGH-Brandschutzmobil stand, noch viel mehr.

Während die Kreisbereitschaft Süd mit ihrer Feldküche 600 Portionen „Gulasch mit Nudeln“ kochte, ging es an der großen Hüpfburg der Feuerwehren im Kurpark hoch her. Aus Stade war eine aufgeblasene Flughafen-Feuerwehr angemietet worden. Und die Kinder- und Jugendfeuerwehren aus der Kurstadt gaben alles, um die Feuerwehr vorzustellen. „Das ist heute ein Erfolg. Wir erreichen ganz viele Bürger. Es ist sehr, sehr voll in der Stadt“, sagte Bevensens Ortsbrandmeister Matthias Wedel, der viel Wert auf die Nachwuchsarbeit im Kurpark legte. „Wir wollen zeigen, dass Feuerwehr eine coole Sache ist, die Spaß macht.“

VON CHRISTIAN HOLZGREVE

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