Autobahn-Raststätte bei Eutzen?

bo Wittingen. Mit der Projektkonferenz am Mittwoch hat die konkrete Planung des A39-Abschnitts zwischen Ehra und Wittingen begonnen (das IK berichtete). "Auf der Grundlage der vom Bundesverkehrsministerium bestimmten Trasse haben wir nun die Aufgabe, für den Abschnitt einen detaillierten Entwurf auszuarbeiten", erläuterte Bernd Mühlnickel, Geschäftsbereichsleiter der Wolfenbütteler Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Das Teilstück zwischen Ehra (L289) und Wittingen (B244) hat eine Länge von rund 20 Kilometern. Bei der Ausarbeitung des Straßenentwurfs geht es laut Mühlnickel neben technischen Fragen auch um die Auswirkungen des Autobahnbaus auf die Umgebung. Besondere Themen seien die Trassenoptimierungen im Bereich des Truppenübungsplatzes und des VW-Testgeländes, die Ausgestaltung der Anschlussstelle Wittingen und die Standortsuche für eine geplante Tank- und Rast-Anlage.

Zur Anschlussstelle gab es nach IK-Informationen – die Konferenz war nichtöffentlich – noch nichts "Zählbares". "Uns war es wichtig, unsere Vorstellungen einzubringen", sagte Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder am Donnerstag. Wie berichtet, will die Stadt erreichen, dass bei Wittingen nur eine Anschlussstelle gebaut wird, die die Autobahn mit einer noch zu bauenden Südumgehung verbindet.

Das werde schwierig – so viel hat Ridder am Mittwoch mitgenommen. Die Ortsumgehung ist bislang nur im weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans verzeichnet – um Chancen auf baldige Realisierung zu haben, müsste sie in den vordringlichen Bedarf aufrücken. "Da muss man die politische Schiene bemühen", weiß Ridder. Oder anders gesagt: Die Bundespolitiker der Region müssten in Berlin ein Wort für die Wittinger Umgehungspläne einlegen, die zum Teil ja auch die Umgehungspläne der Gemeinde Hankensbüttel sind.

Die Raststätte könnte nach Vorstellung der Planungsbehörde offenbar ihren Platz im A39-Abschnitt zwischen der L286 bei Eutzen und der K109 (Knesebeck-Hagen) finden, war für das IK zu erfahren. Entschieden sei in dieser Hinsicht aber noch nichts, hieß es am Donnerstag.

Eingeladen zur Projektkonferenz waren neben den betroffenen Kommunen auch Vertreter von Fachbehörden und Verbänden. Zur weiteren Einbindung der Träger öffentlicher Belange sollen nun Arbeitskreise entstehen. Ridder bedauerte, dass diese für betroffene private Anrainer der A39 offenbar nicht offen sein werden.

Insgesamt soll laut Mühlnickel die Aufstellung des Entwurfs zwei bis zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Informationen zum Fortschreiten der Planung sollen stets unter www.strassenbau.niedersachsen.de verfügbar sein.

Erschienen: 02.05.2009: IK / TZ / Seite:2

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare