Ja zur Autobahn und zur Querspange

Von Thomas JordanHankensbüttel. Ja zur Vorzugsvariante der A39 und Ja zur Vorzugsvariante der B190n. Das sind die beiden grundsätzlichen Aussagen des Hankensbütteler Gemeinderats in der Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren für die A39. Doch bevor das Gremium am Montagabend abstimmte, nutzten viele Ratsmitglieder noch einmal die Gelegenheit, ihren Standpunkt zu verdeutlichen.

Dabei wurde vor allem um die Querspange heiß diskutiert. In der Stellungnahme heißt es nämlich, dass sich der Gemeinderat gegen die Linienführung aller Alternativtrassen ausspricht. Bürgermeister Uwe Driesner (CDU) machte deutlich, dass er dies nicht vertreten kann: "Wir wissen nicht, wohin mit dem Verkehr. Wenn wir jetzt alle Varianten der B190n ablehnen, verspielen wir die große Chance, eine Umgehung für Hankensbüttel zu bekommen." Denn durch die A39 mit einer möglichen Abfahrt beim Wittinger Hafen würde der Verkehr durch Hankensbüttel zunehmen. So sah es auch Driesners Fraktionskollege Arnd Meyer: "Die Querspange ist für viele Jahre die einzige Chance auf eine Umgehung." Dirk Köllner (CDU) sah das nicht ganz so. Auch er wünsche sich zwar generell eine Umgehung für Hankensbüttel ("Dafür müssen wir uns stark machen."), aber nicht dreispurig zwischen Emmen und Hankensbüttel. Peter Dietz (Grüne) verwies auf die Tagesordnung. "Die Umgehungsstraße ist nicht Inhalt des Punktes. Sie ist nämlich eine Kreisstraße", so Dietz.

Dietz konnte sich nicht damit anfreunden, dass in der Stellungnahme jeweils die beiden Vorzugstrassen von der Gemeinde mitgetragen werden. Dies könne den Eindruck erwecken, Hankensbüttel verfahre nach dem St. Florians-prinzip – "überall nur nicht bei uns". "Diese beiden Sätze müssen aus der Stellungnahme raus. Das schadet uns eher", so Dietz. Köllner machte klar, dass die Gemeinde mit diesen Sätzen ausdrücken wolle, dass sie für den Bau der Autobahn sei.

Und so wurde dann vier Mal abgestimmt. Punkt 1a "Die Gemeinde Hankensbüttel trägt die Vorzugsvariante der A39 mit" und Punkt 2b "Der Gemeinderat spricht sich gegen die Linienführung alternativer Trassen nördlich von Hankensbüttel aus" wurden mit jeweils zwei Gegenstimmen beschlossen. Knapper fiel das Ergebnis bei der Abstimmung über die Querspange aus. In 2a heißt es: "Die Gemeinde Hankensbüttel trägt die Vorzugsvariante B190n/1 mit. Sie fordert zur Entlastung der B244-Ortsdurchfahrten Hankensbüttel und Alt Isenhagen ausdrücklich, die Umsetzung der Querspange zwischen Breitenhees und Lagendorf/Bonese genauso zügig wie die A39 anzugehen." Dafür gab es eine Enthaltung, fünf Nein- und acht Ja-Stimmen. Für 2b "Der Gemeinderat spricht sich gegen die Linienführung aller genannten Alternativtrassen im südlichen und nördlichen Nahbereich Hankensbüttels aus" gab es eine Enthaltung, sechs Nein- und sieben Ja-Stimmen.

Erschienen: 28.06.2006: IK / 148 / Seite:4

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