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Aus für zentrale Impfstation in Uelzen - auch mobile Impfteams stellen Arbeit ein

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Von: Lars Becker

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Die Zahl der Erstimpfungen über die Mobilen Impfteams – auch in der Zentralen Impfstation an der Celler Straße 3 in Uelzen-Veerßen – ist wieder gestiegen.
Die zentrale Impfstation des Landkreises an der Celler Straße in Uelzen schließt am 17. Dezember. © Lars Becker

Mitte Dezember wird die zentrale Impfstation in Uelzen geschlossen, zwei Wochen später stellen dann auch die mobilen Impfteams ihre Tätigkeit ein. Gegen das Coronavirus impfen dann ausschließlich die niedergelassenen Ärzte.

Uelzen/Landkreis – Für Corona-Schutzimpfungen der Menschen im Landkreis Uelzen sind bald nur noch die niedergelassenen Ärzte zuständig. Die Kreisverwaltung teilte am Donnerstag mit, dass die zentrale Impfstation im ehemaligen Netto-Markt an der Celler Straße in Uelzen zum 18. Dezember schließen werde und dass die mobilen Impfteams des DRK-Kreisverbandes ihre Arbeit voraussichtlich zum 30. Dezember einstellen werden.

„Termine in der zentralen Impfstation stehen daher nur noch bis zum 17. Dezember zur Verfügung. Die mobilen Impfteams bieten noch bis zum Ende des Monats Dezember Impfungen an“, heißt es in einer Mitteilung.

Bund sichert Finanzierung nur bis Jahresende

„Hintergrund der Beendigung ist, dass es aktuell nur bis zum Jahresende eine Finanzierungszusage für die mobilen Impfteams seitens des Bundes gibt. Es ist daher davon auszugehen, dass ab 1. Januar kommenden Jahres dann ausschließlich die niedergelassenen Ärzte die Impfungen vornehmen werden“, informiert der Landkreis.

Das DRK zeichnet auch für den Betrieb der Impfstation verantwortlich, wo Bürger ohne Termin Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus erhalten können. Die AZ veröffentlicht täglich in der Rubrik „Corona aktuell“ auf ihrer Titelseite die Impfangebote im Landkreis. Die Übersicht der aktuellen Impfangebote ist auch auf der Website des Landkreises zu finden. . Eine Terminbuchung ist nicht erforderlich, kann aber optional über das Terminvergabeportal des Landes Niedersachsen erfolgen – online oder telefonisch über die Impfhotline (0800) 9988 665 (Montag bis Samstag zwischen 8 Uhr und 20 Uhr).

Booster-Impfung mit angepassten Omikron-Impfstoffen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, alle Auffrischungsimpfungen bei Personen ab zwölf Jahren vorzugsweise mit Omikron-adaptierten mRNA-Impfstoffen durchzuführen, da diese einen verbesserten Schutz gegenüber den Omikron-Varianten ermöglichen. Die Empfehlung gilt für den BA.1- und den neu zugelassenen BA.4/5-adaptierten Impfstoff des Herstellers Biontech, für Personen ab dem Alter von 30 Jahren auch für den BA.1-Impftsoff des Herstellers Moderna.

Die STIKO-Empfehlung für eine Booster- bzw. für eine dritte Impfung gilt für alle Personen ab zwölf Jahren, bei denen seit der Grundimmunisierung oder der letzten Corona-Infektion mindestens sechs Monate vergangen sind. Eine vierte Schutzimpfung ist zudem für Menschen ab 60 Jahren, Personal in medizinischen Einrichtungen sowie für Personal und Bewohnerinnen und Bewohner in pflegerischen Einrichtungen ratsam, so die Stiko.

Bei besonders gefährdeten Menschen, wie beispielsweise hochbetagten Personen oder Personen mit Immundefizienz, wird im Einzelfall sogar eine fünfte Impfung in einem Abstand von sechs Monaten zur letzten Schutzimpfung oder Corona-Infektion empfohlen. Dies sollte unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes und des individuellen Erkrankungsrisikos mit ärztlicher Beratung erfolgen.

Angebot mit neuem Totimpfstoff „Valneva“

Als Alternative zu den bekannten Corona-Impfstoffen bieten Landkreis und DRK eine gesonderte Impfaktion für die Grundimmunisierung mit dem neuen Totimpfstoff „Valneva“ an: am 19. November und 17. Dezember (Zweit-impfung) in der zentralen Impfstation.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grundimmunisierung mit „Valneva“ für Personen zwischen 18 und 50 Jahren mit zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens vier Wochen Für schwangere oder stillende Personen wird „Valneva“ nicht empfohlen.

Grundsätzlich teilt der Landkreis Uelzen mit, dass Impfstoffe von Biontech und Moderna an allen Standorten der mobilen Impfteams in ausreichenden Mengen zur Verfügung stünden. Landrat Dr Heiko Blume appelliert, die Corona-Schutzimpfungen wahrzunehmen.

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