Auch die Schienenwege weiter ausbauen

Altmark. SPD-Bundestagsmitglied Marko Mühlstein aus Stendal äußert sich zu geplanten Verkehrsprojekten in der Altmark. "Mit der neuen A14 wird die Lücke einer wichtigen europäischen Verkehrsachse geschlossen.

Auf der Linie Skandinavien–Mitteldeutschland–Südosteuropa werden die Verkehre zukünftig deutlich schneller unterwegs sein können. Die Nordverlängerung der Autobahn, der Neubau der Bundesstraße 190 und die A39 auf niedersächsischer Seite helfen aber auch, die Entwicklung unserer Region zu verbessern. Insbesondere die örtlichen Unternehmerinnen und Unternehmer führen die Strukturschwäche der Altmark auf unzureichende Verkehrswege zurück. Ich freue mich daher, dass unsere Region durch diese neuen Straßen an das europäische Fernstraßennetz angeschlossen wird.In Hinblick auf den spürbar wachsenden Güterverkehr auf der Straße wird die neue Verbindung bedeutend für den gesamteuropäischen Warenaustausch. Durch die Baumaßnahmen wird sich aber auch die Anbindung der Altmark deutlich verbessern: Die neuen Straßen werten unsere Region als Wirtschaftsstandort auf. Wir leben in Deutschlands größtem autobahnfreien Raum. Mit dem Straßenpaket werden wir das ändern. Die Unternehmen werden Wettbewerbsnachteile reduzieren können – und wir alle sollten diese Chance nutzen.Der frühere Bundestagsabgeordnete Reinhard Weis hat als verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion dafür gesorgt, dass A14 und B190n im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) verortet worden sind. Als Koordinator für den BVWP in Sachsen-Anhalt habe ich darauf gedrängt, dass das Straßenpaket im Investitionsrahmenplan als wichtigste Maßnahme für unser Bundesland bis 2010 eingestuft wird.Das war wichtig, damit wir aus finanzieller Sicht Planungssicherheit haben. Der Bund stemmt mit 445 Millionen Euro den Löwenanteil der Kosten. Die EU beteiligt sich mit 330 Millionen. Wichtig ist jetzt, dass es zügig losgeht. Bis 2014/15 müssen die Baumaßnahmen in Brüssel abgerechnet sein. Vorteile durch die neuen Straßen sehe ich aber nicht nur für unsere großen und mittelständischen Unternehmen. Ich erwarte. Dass auch die Tourismusbranche sehr von der A14 und der B190n profitieren wird. Ist die Region besser mit dem Auto erreichbar, werden auch mehr Urlauber in die Altmark gelockt. Und immerhin haben wir touristisch viel zu bieten. Auf Grund des unterschiedlichen Planungsstandes werden die einzelnen Bauabschnitte nur zeitversetzt zu realisieren sein. Die A14 steht kurz vor Baubeginn.Bei der B190n rechne ich mit dem Baustart erst ab dem Jahr 2010. Ich bin aber zuversichtlich, dass die neu zu bauenden Straßen ab 2014 durchgehend befahrbar sein werden. Trotz meiner langjährigen Unterstützung für die neuen Straßen, möchte ich aber festhalten, dass die zukünftige Verkehrsentwicklung insbesodere für den Güterverkehr nicht allein auf dem Verkehrsträger Straße erfolgen darf. Der Güterverkehr wird bis Mitte des nächsten Jahrzehnts derartig ansteigen, dass selbst die am besten ausgebauten Autobahnen ihn nur schwer bewältigen werden können.Das hängt insbesondere mit den stetig steigenden Verkehrsaufkommen nach Mittel- und Osteuropa zusammen. Wir dürfen bei der Freude über die A14 nicht vergessen, die Schienenwege so auszubauen, dass insbesondere der Langstrecken-Güterverkehr eine Perspektive bei den Eisenbahnunternehmen gewinnt." Erschienen: 23.02.2008: sdl / TZ / Seite:2

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