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Auch im Landkreis Uelzen werden E-Autos und Hybride häufiger gesucht

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Elektroauto beim Laden.
„80 bis 85 Prozent der Kunden fragen gezielt nach E-Auto oder einem Plug-in-Hybriden“, sagt Enes Pepic vom Autohaus Stein. Doch Nachfrage und Angebot sind aus dem Gleichgewicht geraten. © dpa

Der Blick auf die Zapfsäule ist für viele bei Benzinpreisen um die zwei Euro ein Grund, mit den Zähnen zu knirschen. Die hohen Benzinpreise sorgen auch dafür, dass deutschlandweit mehr E-Autos und Hybridfahrzeuge nachgefragt werden. Mit der Folge, dass die Autohersteller nicht mehr den Bedarf sofort decken können, sondern der Kunde von sechs Monaten bis zu einem ganzen Jahr auf sein neues E-Auto warten muss.

Uelzen/Landkreis – Wenn der Hersteller überhaupt noch Aufträge annimmt. Doch wie sieht es eigentlich im Landkreis Uelzen aus?
Was die reinen Zulassungszahlen angeht, lässt sich ein Run auf E-Autos und Hybridfahrzeuge nicht ganz belegen. 2020 wurden laut dem Landkreis insgesamt 444 reine Elektrofahrzeuge und 548 Hybridfahrzeuge zugelassen. Bis Gründonnerstag dieses Jahres waren es dann 144 E-Fahrzeuge sowie 234 Hybride, teilt der Pressesprecher Martin Theine auf Anfrage der AZ mit.

80 bis 85 Prozent der Kunden fragen nach E-Autos oder Hybriden

Die Zahlen spiegeln nicht die wirkliche Nachfrage wider. „80 bis 85 Prozent der Kunden fragen gezielt nach E-Auto oder einem Plug-in-Hybriden. Die Nachfrage ist enorm“, sagt Enes Pepic vom Uelzener Autohaus Stein. Die Nachfrage nach Verbrennern habe hingegen ordentlich abgenommen. „Das läuft nur noch nebenbei“, berichtet er. Wobei aufgrund der hohen Nachfrage zurzeit vom Hersteller keine Aufträge mehr für ein neues E-Fahrzeug entgegengenommen werden. „Wir müssen die Kunden dann vertrösten, da bleibt uns leider nichts anderes übrig“, sagt Pepic.

Folgen für den Gebrauchtwagenmarkt

Auch auf dem Markt für gebrauchte E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride sieht es seinen Angaben nach eher schlecht aus. „Da geht nicht viel“, meint Pepic. Das Problem: Viele geleaste Fahrzeuge, die eigentlich nach Ablauf des Vertrages auf den Markt kommen sollten, würden aufgrund der Lieferschwierigkeiten länger genutzt, da die Ersatzfahrzeuge fehlten. Und damit eben auch für den Gebrauchtwagenmarkt. „Die Gebrauchten sind zurzeit ein knappes Gut“, sagt Pepic.

Bei den Stadtwerken Uelzen hat man laut Sprecherin Franziska Albrecht eine gestiegene Nachfrage nach Wallboxen registriert, an denen die E-Fahrzeuge aufgeladen werden. „Im Vergleich zu 2020 haben sich die Anfragen in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt“, berichtet sie. Einen sprunghaften Anstieg im Zusammenhang mit der Pandemie oder dem Krieg in der Ukraine könne man aber nicht erkennen. Es sei ein kontinuierlicher Anstieg.

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