Attraktivität des ländlichen Raums stärken

Stendal. Zum Abschluss der AZ-Serie mit Statements zum Bau der A14 äußert sich Bundestagsabgeordneter Dr. Hans-Heinrich Jordan: Hans-Heinrich Jordan:

"Die Zukunft der ländlichen Regionen in Deutschland nimmt einen immer breiter werdenden Raum in der bundespolitischen Diskussion ein. In dieser Diskussion besteht Einigkeit darüber, dass in Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen vorrangig die Attraktivität des ländlichen Raumes gestärkt werden muss. Dazu zählt neben einer Vielzahl anderer Maßnahmen vor allem die nachhaltige Verbesserung der Infrastruktur. Ein besonderes Beispiel ist im Augenblick die flächendeckende Versorgung und Anbindung von modernen Kommunikationsmöglichkeiten wie dem schnellen Internet. Mit Freude kann ich feststellen, dass erstmalig vom Landwirtschaftsministerium des Bundes Fördermittel für die Länder für den Ausbau vom schnellen Internet mit Beginn dieses Jahres bereitgestellt werden.Für unsere Region, die Altmark, geht es aber auch darum, das vorhandene Fernverkehrsstraßennetz zu ertüchtigen und auszubauen. Herzstück der Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen ist natürlich der Baubeginn und die Fertigstellung der A14-Verlängerung bis in das Land Mecklenburg-Vorpommern. Aus meiner Sicht ist eine gute Verkehrsinfrastruktur Grundvoraussetzung für die Stärkung strukturschwacher Regionen. Mit dem Ausbau der B190n als so genannte Hosenträgervariante, insbesondere mit dem Brückenbau über Elbe und Havel bei Havelberg, erhöht sich auch die Flächenwirkung der Autobahn A14 und darüber hinaus.Es ist der Verdienst der regionalen Akteure in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, dass die notwendigen bundesrechtlichen Beschlüsse vorhanden sind, um planungsrechtliche und finanzielle Voraussetzungen für den Bau zu schaffen. Jetzt geht es darum die notwendigen detaillierten Planungen voranzutreiben, um insbesondere allen Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes für den Gesamtverlauf der Trasse in den drei Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern einheitlich zu entsprechen.Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur Klage des BUND bezüglich der A143 (Südumgehung Halle) wurden neue Anforderungen zum Natur- und Umweltschutz beispielgebend für Deutschland vorgegeben. Auf diese Situation müssen alle Maßnahmen eingestellt werden.Begrüßen möchte ich insbesondere, dass der Vorhabensträger, das Land Sachsen-Anhalt, mit Nachdruck die planerischen Vorbereitungen vorantreibt, um Planungssicherheiten für die ökologische Durchlässigkeit auf der Grundlage naturschutzrechtlicher Regelungen zu erstellen.Aus meiner Sicht ist es weiterhin nötig, den politischen und öffentlichen Druck auf den Fortgang der Planungsarbeiten durch eine breite Unterstützung vieler Akteure, wie sie in der Basta 14 zusammengeführt wurden, aufrecht zu erhalten.Das bietet dann beste Voraussetzungen für den Baubeginn der A14 und dessen Ausführung." Erschienen: 12.07.2008: sdl / TZ / Seite:2

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