Angst vor langen Lkw-Kolonnen

Lastwagen auf der Bundesstraße 71 in der Ortsdurchfahrt von HanstedtII: Die Anlieger klagen über einen Anstieg des Lkw-Aufkommens in den vergangenen Jahren.Foto: Mahler

tm Uelzen-Hanstedt II. Der Plan der Stadtverwaltung, an den Abfahrten der geplanten Autobahn 39 umfangreiche Gewerbegebiete auszuweisen, sorgt in den Ortschaften weiter für Unruhe. Während der Rat Molzen/Masendorf/Riestedt einem geänderten Plan zwischenzeitlich zustimmte (AZ berichtete), regt sich in HanstedtII weiter Widerstand.

Zwar hatte der dortige Ortsrat beschlossen, zur nächsten Sitzung einen Lüneburger Planer einzuladen, doch so lange wollen nicht alle warten. So rief Ratsmitglied Wilfried Teichmann, der in der jüngsten Ratssitzung einen eigenen Flächennutzungsplan vorgelegt hatte, jetzt die Reaktivierung der Hanstedter Bürgerinitiative aus.

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir die von der Stadt vorgestellten Pläne ablehnen", so Teichmann in einer Presseerklärung. Hintergrund sei die Sorge der Anlieger vor einem weiteren Zuwachs des Lkw-Verkehrs. In den Plänen der Stadt sei keine Umgehungsstraße berücksichtigt worden. "Dabei hat sich der Lkw-Verkehr auf der Bundesstraße 71 nach Einführung der Maut auf Autobahnen schon jetzt im Vergleich zum Beginn der 90er Jahre fast verdoppelt", erklärt Teichmann die Beweggründe der Protestler.

Wenn dann noch der Verkehr von der A 39 und zu den geplanten Gewerbegebieten dazukomme, rechnen die Hanstedter mit einer nochmaligen Verdoppelung. "Das ist nicht hinnehmbar", sagt Teichmann: "Ziel muss es sein, den Verkehr aus dem Ort herauszubekommen."

Ein weiteres Argument für die Hanstedter ist, dass von Politikern aus dem Raum Salzwedel und dem Sprecher der A39-Gegner Eckhard Niemann vorgeschlagen wird, auf den geplanten Bau der Spange B190 n zu verzichten. Stattdessen soll, wenn es nach dem Willen dieses Personenkreises geht, die B71 ausgebaut werden.

"Eine solche Lösung kann nur in die Tat umgesetzt werden, wenn Hanstedt II eine Umgehungsstraße erhält", betont Wilfried Teichmann: "Wir haben unsere Vorschläge gemacht, nun ist die Uelzener Verwaltung am Zug."

Erschienen: 01.04.2009: AZ / TZ / Seite:4

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