Andrang beim Uelzener Gesundheitsamt: Rund 100 Dosen gespritzt

Impfstoff in Uelzen reicht nicht für alle

Impfung gegen das Coronavirus
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Ein Senior wird von einer medizinischen Fachkraft mit dem Pfizer-Biontech-Covid-19-Impfstoff geimpft.
  • Lars Lohmann
    VonLars Lohmann
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Lange Schlangen vor dem Gesundheitsamt in Uelzen. Es herrscht großes Interesse an der Impfung gegen das Coronavirus ohne vorherigen Termin. 60 bis 80 Leute stehen noch im Wartebereich. 

Doch viele müssen ohne Piks wieder von dannen ziehen, weil bereits knapp eine Stunde nach dem Auftakt des dezentralen Impfangebotes mehr Leute geimpft werden wollten als Impfstoff an diesem Tag überhaupt vorrätig ist. Auf einem Schild auf dem Bürgersteig steht am Montagmittag, dass etwas mehr als 100 Imfpdosen zur Verfügung stehen.

„Impfstoff steht grundsätzlich in ausreichender Menge zur Verfügung“, erklärt Kreissprecher Martin Theine auf AZ-Nachfrage. Aber da bisher noch kein zentrales Impfangebot wieder aufgebaut sei, werde das jeweilige Angebot durch die Größe der Örtlichkeiten und Zeitfenster limitiert. „Die Impfungen durch die mobilen Teams erfolgen zurzeit ohne Terminvergabe, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass es zu Wartezeiten kommt oder Impfwillige leider abgewiesen werden müssen“, sagt Theine. Um zu vermeiden, dass jemand unnötig warten müsse, sei dies dann auch gestern geschehen.

Der Landkreis wolle zudem weitere Aktionen anbieten, die unabhängig von der Altersstufe wahrgenommen werden könnten. „Dazu wird dann auch eine zentrale Impfmöglichkeit zählen“, sagt Theine. Weiterhin gelte aber auch, dass primär die Hausärzte impfen sollten.

„Ohne Termin ist es einfach unkomplizierter und ich bin froh, jetzt meine Booster-Impfung zu bekommen“, sagt der 82-jährige Gerhard Knopf, als er seit knapp eineinhalb Stunden in der Schlange steht. Er sei glücklich, dass es geklappt habe.

Unmittelbar hinter ihm steht Ortrud Meier. Die 66-Jährige bekommt die BoosterImpfung, weil sie mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpft worden war. „Das ist für meine Sicherheit. Beim Hausarzt müsste ich noch lange warten“, sagt sie. Da nehme sie die Wartezeit auch gerne in Kauf

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