Anbindung der Altmark an die Welt

Stendal. Die Firma Rosier Holding kommt aus dem Westen, identifiziert sich aber mit ihrem Standort in Stendal und das spüren die Kunden.

"Rosier bietet mit seinen 160 Beschäftigten alles rund um das Auto an. Verkauf von neuen und gebrauchten Pkw und Lkw im In- und Ausland und den dazugehörigen Service.Gerade weil die Kunden das Engagement spüren, hören die Mitarbeiter viel zum Thema Straßen. Oft kommen Äußerungen über die fehlende Autobahnanbindung, besonders wenn Kunden aus ferner liegenden Regionen bedient werden, aber auch alle, die als Pendler ihr Auto zur Wartung in die rosierschen Werkstätten bringen, können ein Lied davon singen, was sie an Unbilden auf den vorhandenen Bundesstraßen verkehrstechnisch hinnehmen müssen. Nebenbei gesagt, eine Firma wie Rosier lebt auch nicht mehr allein von den Kunden, die rund um den Kirchturm herum wohnen.Schaut man sich andere Standorte der Holding an, wie beispielsweise Oldenburg, da sind gleich zwei Autobahnen in der Nähe, die A 28 und 29, oder der Standort Arnsberg, da führt die A 46 vorbei. Auch in einer Holding gibt es einen internen Wettbewerb und man möchte in Stendal nicht letzter Sieger bleiben, deshalb braucht das Unternehmen an diesem Standort vergleichbare Wettbewerbsbedingungen – die A14 vor der Tür.Um die Zahl der Beschäftigten zu halten, muss das Unternehmen verlässlich wissen, wie sich die Verkehrsanbindung langfristig darstellt. Das benötigt man zur Zukunftsplanung, jede Verzögerung beim Autobahnbau bindet unnütz Kräfte im Unternehmen, weil man ständig die Gegebenheiten des Unternehmens an die neue Lage anpassen muss.Eine Firma von dieser Größe muss langfristig ihre Geschäftspolitik betreiben können, sonst hat sie wenig Chancen, sich weiter entwickeln zu können. Für die Firma heißt Erschließung zusätzliche Potenziale mobilisieren.Diese können in die Richtung gehen wie Erweiterung des gewerblichen Verkehrs, den Ausbau des Services für den Transitverkehr aber auch an den Service für Touristen kann man denken. Das sind keine Fantasien, denn die A14 wird, wenn sie denn gebaut ist, Teil des gesamtdeutschen Verkehrswegenetzes sein und die Altmark an die Welt anbinden.Damit die Autobahn nicht zur Durchfahrtsstrecke wird, müssen entsprechende Abfahrten sorgen. Diese können dann die hiesigen Betriebe für ihre Werbung nutzen. Dann heißt es nicht nur dicht an der A 14, sondern auch dicht an der Abfahrt Stendal. Wenn dann die örtlichen Betriebe ihr Angebot noch aufeinander abstimmen, könnten Synergien entstehen.Rosier bietet seine Autos im Internet an und schreibt gleich dazu, wo man, wenn man von weither anreist, übernachten kann.Lässt man sich zu lange Zeit mit dem Bau der Autobahn, dann werden die Zurückgebliebenen bedauern, dass zu viele Menschen abgewandert sind. Sollte die Autobahn dann viel später gebaut werden, dann fehlt es an Arbeitskräften, die man für den Aufbau weiterer Geschäftsfelder dringend benötigt.Auch Rosier trägt die Initiative von Basta 14 schon seit Jahren aktiv mit, denn die Firma ist mit dem Straßenverkehr aufs Engste verbunden. Ihre Kunden müssen erwarten können, dass sich das Unternehmen auch für ihre Belange einsetzt, die außerhalb des Werkstores vor sich gehen." Erschienen: 03.05.2008: sdl / TZ / Seite:2

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