4. AZ-Pressetreff: Umweltminister Stefan Wenzel sprach über wichtige Infrastrukturmaßnahmen und Energiepolitik

Abwägen zwischen A 39 und Internet

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Rund 90 Gäste aus der regionalen Wirtschaft, aus Politik, Verwaltung und Verbänden haben sich zum vierten AZ-Pressetreff im Freizeitbad Badue getroffen.

Uelzen. Was sind die wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen? Nach Ansicht von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel muss abgewogen werden, ob dazu der Bau der Autobahn  39, der Ausbau der Bundesstraße  4 oder etwa die Verbesserung der Breitband-Versorgung gehören.

Das sagte er gestern beim vierten AZ-Pressetreff, den dieses Mal die Stadtwerke mycity im Uelzener Badue ausrichteten. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Stadtwerke, Markus Schümann, und AZ-Verlagsleiterin Heike Köhn verfolgten rund 90 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden das Interview der kommissarischen Chefredakteurin Ines Bräutigam mit Stefan Wenzel.

Ines Bräutigam, kommissarische Chefredakteurin, befragte Umweltminister Stefan Wenzel.

„Ich mache keinen Hehl daraus, dass es ein Kompromiss ist, den wir mit getragen haben, in dem Wissen, dass am Ende ein Dritter entscheidet – der Bund“, wies der Grünen-Politiker darauf hin, dass die A 39 zwar weiter geplant werden soll, aber nicht mehr in einem beschleunigten Verfahren. „Wir werden sehen, wie der Bund seine Prioritätenliste aufstellen wird.“ Der Minister für Umwelt und Energie, zu Gast beim örtlichen Energieversorger, sprach bei dem Anlass darüber, dass Instrumente zur Weiterentwicklung und Verbreitung erneuerbarer Energien noch stärker genutzt werden könnten. Bei der Befreiung von Netzentgelten für energieintensive Betriebe sei es aber zum Missbrauch gekommen. „Es haben sich auch Unternehmen als energieintensiv bezeichnet, die beim besten Willen nicht darunter fallen“, sagte er zur aktuellen politischen Diskussion über die Beibehaltung dieser Beihilfe für energieintensive Konzerne.

Das Thema Feldberegnung will Wenzel ebenfalls angehen. Die Stärke der Niederschläge habe sich verändert, im Sommer sei ein Rückgang zu verzeichnen, sodass mehr Wasser zur Beregnung benötigt werde. „Das ist für die Landwirtschaft zum Teil eine schwierige Entwicklung, auch hier in der Region“, weiß der Umweltminister. Wie man auf diese Entwicklung reagiere, sei „eine Frage, die auch in Zukunft geklärt werden muss“.

Von Diane Baatani

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