Abschussgenehmigung für Rüde und Fähe bestätigt

Landkreis Uelzen: Wolfsjagd läuft bereits

Ein Wolf läuft durchs Gelände
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Zwei Wölfe im Landkreis Uelzen sind zum Abschuss freigegeben.
  • Gerhard Sternitzke
    vonGerhard Sternitzke
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Im Landkreis Uelzen befinden sich derzeit zwei Wölfe im Fadenkreuz beauftragter Jäger. Das bestätigt die Kreisverwaltung auf AZ-Nachfrage.

Ebstorf/Suderburg – Dabei handelt es sich um einen Rüden aus dem Ebstorfer Rudel und um eine Fähe aus dem Rudel Eschede/Rheinmetall, die laut DNA-Spuren an Nutztierrissen beteiligt waren, berichtet Landkreis-Sprecher Martin Theine. Die Ausnahmegenehmigungen sind für die Fähe bis zum 31. März, für den Rüden bis zum 30. Juni befristet.

Abschussgenehmigung für einen Rüden aus dem Ebstorfer Rudel und eine Fähe aus dem Rudel Eschede/Rheinmetall

Es handelt sich um dieselben Tiere, die im vorigen Jahr zum Abschuss freigegeben waren, aber bis zum Auslaufen der Frist Ende Juni nicht getroffen wurden (AZ berichtete). Wie aus Dokumenten, die der AZ vorliegen, hervorgeht, wurde die Abschussgenehmigung für den Rüden GW1027m bereits am 15. Januar vom Landkreis erteilt, die für das weibliche Tier GW242f bereits am 30. Oktober. Über die beauftragten Jäger und ihre Anzahl macht der Landkreis keine Angaben.

Bei 25 Nutztierrissen im Kreisgebiet wurden 132 Schafe getötet

Begründet werden die Ausnahmegenehmigungen mit den schweren wirtschaftlichen Schäden durch die Wolfsübergriffe. Bei 25 Nutztierrissen im Jahr 2020 wurden im Kreisgebiet 132 Schafe getötet oder verletzt. Dabei haben die geschützten Raubtiere auch sogenannte wolfssichere Zäune überwunden. Der Kreis geht davon aus, dass die beiden freigegebenen Tiere die erlernte Jagdtechnik auch an ihre Nachkommen weitergeben.

Da beide nicht an eindeutigen äußerlichen Merkmalen erkennbar sind, kann jeweils ein erwachsener Wolf, allerdings keine säugende Fähe, geschossen werden. Sollten die Risse danach nicht aufhören, können nach und nach weitere Tiere der Natur entnommen werden. Die geschossenen Wölfe sollen zur Untersuchung in einem Institut geborgen werden.

Landesweit gibt es laut Hannoverscher Allgemeiner Zeitung fünf Ausnahmegenehmigungen. Die Initiative für wolfsfreie Dörfer begrüßt die Abschussgenehmigung.

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