Bad Bevensen: Treffen in Groß Hesebeck geplant / Pläne angefordert

A 39: Stadt nimmt Stellung

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Protest in Groß Hesebeck: Die geplante Trasse zerschneidet landwirtschaftliche Flächen und trennt den Ort von Röbbel. Die neuen Planungen verschärfen die Situation.

Bad Bevensen. „Nach den neuen Planungen stellen wird eine deutlich stärkere Betroffenheit der Orte Röbbel und Groß Hesebeck fest“, attestierte Bauamtsleiter Roland Klewwe am Donnerstagabend während der Stadtratssitzung in Bad Bevensen.

Gemeint sind die neuen Entwürfe zur A 39, die in den jüngsten Arbeitskreissitzungen vorgestellt wurden (die AZ berichtete). Die Stadt wird aufgrund der geänderten Planungen eine neue Stellungnahme zur Trassenführung verfassen.

Klewwe kritisierte das Verfahren und Konstrukt Arbeitskreis an sich. Denn von Mitspracherecht könne bei den Treffen keine Rede sein. Klewwe: „Wir sollten uns überlegen, ob wir an den Sitzungen in dieser Form noch teilnehmen wollen. Dort geht es nicht um Gespräche, sondern um reine Information über die Planungen.“

Zudem laufe die Zusammenarbeit mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nicht immer zufriedenstellend. So habe die Stadt Bad Bevensen detaillierte Pläne angefordert, diese aber nicht zur Verfügung gestellt bekommen. „Unsere Anfrage ist relativ lapidar abgewiegelt worden“, berichtete Klewwe. Das Bauamt sei an die Grafiken im Internet verwiesen worden. „Das ist ein Verhalten, dass uns befremdlich stimmt“, sagt Klewwe, dem die Dateien im Internet nicht genau genug sind.

Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller betonte indes, dass die Stadt gemeinsam mit ihrer Rechtsanwältin Möglichkeiten prüft. Feller: „Wir werden uns auch nochmal mit Betroffenen vor Ort in Groß Hesebeck treffen.“

Von Wiebke Brütt

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