A39: Initiative zweifelt Zahlen an

mr Landkreis/Magdeburg. Von "Zahlentricksereien" und "Verschleierungstaktik" bei der Berechnung des Nutzen-Kosten-Faktors (NKF) spricht der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39.

"Die geplante A 39 hat einen NKF weit unterhalb der offiziell angegebenen Zahl 3,4 und ist nur durch Rechentricks in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes gekommen", meint Initiativen-Sprecher Eckehard Niemann. Er verweist darauf, dass Planer und Politiker stets den gemeinsamem NKF der geplanten Projekte A14 und A39 genannt hätten. In der vorigen Woche legte Sachsen-Anhalt Einzelzahlen vor. Danach liegt der Nutzen-Kosten-Faktor für die A14 bei 4,6 – das heißt der wirtschaftliche Nutzen ist nahezu fünf Mal größer als die Kosten. Für die geplante B190n südlich von Uelzen bis nach Neuruppin betrage er 3,3. Niemann: "Daraus ergibt sich logisch, dass für die A39 lediglich ein Faktor von 2 oder darunter übrig bleibt." Sachsen-Anhalts Verkehrsministerium will auf Zahlen für Niedersachsen nicht näher eingehen. Sprecher Harald Kreibich hält Niemanns Ansatz indes für falsch: "Das lässt sich nicht per Dreisatz rechnen, da hier etliche Faktoren zu berücksichtigen sind." Erschienen: 06.03.2006: AZ / 55 / Seite:3

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare