A39-Flächen im Visier

Um Standortfaktoren beispielsweise für die Ansiedlung von Autohöfen, hier die Tankstelle an der B4 zwischen Uelzen und Kirchweyhe, geht es beim Projekt Koplas. Foto: Ph. Schulze

Von Bernd SchossadowskiUelzen/Landkreis. Wie sehen der Flächenbedarf und die speziellen Standortanforderungen für das Logistik-Gewerbe entlang der künftigen Autobahn 39 aus? Unter anderem mit dieser Frage beschäftigen sich die Teilnehmer des neuen Projekts "Kooperative Planung in der südlichen Metropolregion Hamburg" (KOPLAS). Der Kreis Uelzen sitzt dabei ebenso mit im Boot wie die Kreise Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Soltau-Fallingbostel, Rotenburg/Wümme, Harburg, Stade und Cuxhaven.

Bei diesem Modellprojekt unter Harburger Federführung sollen Empfehlungen für die Träger der Regional- und Bauleitplanung zur raumverträglichen Entwicklung insbesondere autobahnnaher Logistik-Gewerbestandorte gegeben werden. Als Beispiel nennt Joachim Partzsch, Leiter des Amtes für Bauordnung und Kreisplanung beim Landkreis Uelzen, die Ansiedlung großflächiger Logistikparks oder Autohöfe. Auch ein Güterverkehrszentrum im Uelzener Hafen werde in die Überlegungen einbezogen. "Bei KOPLAS werden nicht konkrete Standorte empfohlen, sondern die Standortanforderungen untersucht.

Es geht zum Beispiel um die Frage: Wie realistisch ist die Chance, dass sich ein Logistik-affiner Betrieb an der A39 ansiedelt?", sagt Partzsch. Er ist überzeugt, dass es Unternehmen aus dieser Branche sein werden, die sich entlang der geplanten Autobahn niederlassen. "Wir müssen abgestimmte Gewerbegebiete bereithalten, wenn die A 39 da ist", erklärt Partzsch. Eine vorausschauende Angebotsplanung sei wichtig, um möglichen Nutzungskonflikten Rechnung zu tragen und als Baustein einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu dienen.

Das Projekt hat im Mai begonnen, die inhaltliche Bearbeitung soll laut Partzsch bis Ende August beendet sein. Für die folgenden Monate bis zum Jahresende sind Workshops und eine fachinterne Auseinandersetzung mit KOPLAS vorgesehen. Im Dezember soll der Abschlussbericht veröffentlicht werden.

Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 100000 Euro und wird zu 75 Prozent aus dem Regionalisierungsfonds des Landes finanziert. Der Anteil des Kreises Uelzen beträgt rund 1900 Euro.

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