A-39-Pläne: Damm oder Tunnel?

Die Querung des Windparks in Hanstedt II ist ein Problem bei der Entwurfsplanung, das es zu bewältigen gibt. Archivfoto: Mahler

Bad Bodenteich - Von Wiebke Brütt. Die Planungen für die Autobahn 39 gehen in die nächste Runde: Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, von Stadt und Landkreis Uelzen, Fachbehörden, Verbänden und Naturschutzvereinen trafen sich in Bad Bodenteich, um offiziell die Entwurfsplanung des letzten Bauabschnitts der Autobahn 39 – zwischen Bad Bodenteich und Uelzen – zu starten.

"Dieser Termin galt lediglich der Planungsvorbereitung. Wir wurden auf Probleme hingewiesen, die wir jetzt prüfen", sagt Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg. Und Anregungen gab es auf der Konferenz einige: Denn nach den aktuellen Plänen soll die Autobahn auf einem Damm bei Heuerstorf über die Kreisstraße 29, die Bahnstrecke Uelzen/Stendal und den Soltendiecker Graben geführt werden. "Das würde zu einer erhöhten Schallemission für Soltendieck und andere angrenzende Gemeinden führen. Darum wurde vorgeschlagen, das Problem durch eine Unterführung zu lösen", berichtet Heinz Foth von der Samtgemeindeverwaltung Bad Bodenteich. Neben der Lärmbelästigung bereiten auch mögliche landschaftliche Folgen für das Umland Sorgen. Foth: "So ein Damm hört ja nicht in Heuerstorf auf. Alles drumherum muss auch angepasst werden."

Ein weiteres Problem betrifft die Querung des Windparks in Hanstedt II. "Hier müssen festgelegte Abstände eingehalten werden", erklärt Wrestedts Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke. Auch für die Position von Rastplätzen oder die Querung von Abwasserleitungen wurden noch keine befriedigenden Lösungen gefunden. "Wir sind für einige Probleme sensibilisiert worden. Die konkreten Diskussionen und Planungen gehen aber jetzt erst los", sagt Benecke.

Die Diskussionspunkte werden nun von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr geprüft. Die Ergebnisse werden dann im Internet veröffentlicht. "Die Konferenz war nicht öffentlich. Wann die Prüfungen der Einwände abgeschlossen sind, steht noch nicht fest", sagt Möller. Auf Grundlage dieses Berichts sollen dann Arbeitsgruppen, in denen auch Vertreter der betreffenden Gebiete und Bevölkerungsgruppen angehören werden, weiter überlegen.

Erschienen: 03.12.2009: AZ / 283 / Seite:8

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