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A 39-Planung von Bad Bevensen bis Uelzen eingereicht: 105 Kilometer in sieben Abschnitten

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Für den dritten Bauabschnitt des geplanten Lückenschlusses der A39 zwischen Bad Bevensen (L253) und Uelzen (B71) wurde nun der Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beim Fernstraßen-Bundesamt gestellt. (Symbolbild)
Für den dritten Bauabschnitt des geplanten Lückenschlusses der A39 zwischen Bad Bevensen (L253) und Uelzen (B71) wurde nun der Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beim Fernstraßen-Bundesamt gestellt. (Symbolbild) © Archiv

Für den dritten Bauabschnitt des geplanten Lückenschlusses der A39, der zwischen Bad Bevensen (L253) und Uelzen (B71) liegt, hat die Außenstelle Lüneburg der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nord, am Montag den Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beim Fernstraßen-Bundesamt gestellt.

Landkreis Uelzen - „In Summe wurden dafür 4650 Seiten Planfeststellungsunterlagen digital übergeben“, heißt es in einer Mitteilung der Autobahn GmbH, die davon spricht, dass die Planungen „einen neuen Meilenstein“ erreicht hätten.

Seitens der Niederlassung Nord, Außenstelle Lüneburg, werden die Bauabschnitte 1-5 mit einer Gesamtlänge von rund 73 Kilometern geplant und gebaut, die Bauabschnitte 6 und 7 mit einer Länge von 32 Kilometer von der Niederlassung Nordwest.

Information zu den Bearbeitungsständen der Bauabschnitte 1-7:
Der Bauabschnitt 1, Lüneburg - Nord (L 216) bis östlich Lüneburg (B 216), Länge: ca. 7,7 km, ist bereits bei der Planfeststellungsbehörde des Landes Niedersachsen in Planfeststellung. Der Beschluss wird für 2022/23 erwartet. Baustart geplant 2024.
Der Bauabschnitt 2, östlich Lüneburg (B 216) bis Bad Bevensen (L 253), Länge: ca. 21,0 km ist bereits bei der Planfeststellungsbehörde des Landes Niedersachsen in Planfeststellung.

Der Bauabschnitt 3 hat eine Länge von 16,4 Kilometern. Neben dem Strecken- und Brückenbau umfasse der Antrag den Bau von Lärmschutz- und Irritationsschutzanlagen, einer Tank- und Rastanlage bei Uelzen, den Neubau einer Straßenmeisterei, den Bau zweier Anschlussstellen an der B191 und B71 sowie mehrerer Wildbrücken und aller weiteren notwendigen Belange in Sachen Natur-, Lärm- und Gewässerschutz. Die Anträge auf Einleitung der Planfeststellung des Bauabschnittes 4, Uelzen (B71) bis nördlich Bad Bodenteich (L 265), Länge: ca. 12,6 km und des Bauabschnittes 5, nördlich Bad Bodenteich (L 265) bis Wittingen (B 244), Länge: ca. 16,1 km, werden 2023 gestellt.

Die Bauabschnitte 6, Wittingen (B 244) bis Ehra (L 289), Länge: ca. 18,1 km und der Bauabschnitt 7, Ehra (L 289) bis Wolfsburg (B 188), Länge: ca. 14,2km, sind in Planfeststellung bei der Planfeststellungsbehörde des Landes Niedersachsen.
Die Querverbindung zwischen der A39 und der A14 im Zuge des Baus der B190n mit Weiterführung bis Neuruppin wird vom Land Niedersachsen beplant.

Die Niederlassung Nord betreut gemeinsam mit der Niederlassung Nordwest die Neubauplanung und die bauliche Umsetzung der A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg auf einer Gesamtlänge von rund 105 km. Die ersten fünf Planungs-abschnitte (Abs. 1-5) mit einer Länge von ca. 73 km liegen dabei in der Verantwortung der Außenstelle Lüneburg, die südlichen Planungsabschnitte (Abs. 6-7) mit einer Länge von ca. 32 km werden von der Außenstelle Wolfenbüttel beplant.

Neben den 16 notwendigen Anschlussstellen, Lärmschutzwänden und –wällen, Ingenieurbauwerken wie Brücken und Durchlässen, werden fünf Parkplätze mit WC-Anlagen, zwei Tank- und Rastanlagen sowie im Norden der Lüneburger Lärmschutzdeckel geplant.
Die Neubaustrecke zwischen Lüneburg und Wolfsburg stellt den Lückenschluss zwischen den bereits vorhandenen Abschnitten der A39 dar. Der südliche Abschnitt zwischen Braunschweig und Wolfsburg wurde im Jahre 2009, der nördliche Abschnitt vom Maschener Kreuz bis Lüneburg / Nord im Jahre 1996 dem Verkehr zur Verfügung gestellt.

Insgesamt ist der nordostdeutsche Raum zwischen den Autobahnen A7 im Westen, A24 im Norden, A10 im Osten und A2 im Süden verkehrlich unterdurchschnittlich erschlossen. Deshalb hat der Bundesverkehrsminister am 8. Juli 2002 in Abstimmung mit den beteiligten Ländern Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt Einigung über ein länderüber-greifendes Verkehrskonzept erzielt. Zu diesem Konzept der sog. „Hosenträger Variante“ (H-Lösung) gehören neben dem Neubau der A39, weiterhin der Neubau der A14 von Magdeburg über Wittenberge nach Schwerin, sowie die Schaffung einer leistungsfähigen Verbindung zwischen der A39 und der A14 im Zuge der B190n (Querspange) mit Weiterführung bis Neuruppin.
Nach der förmlichen Linienbestimmung durch das Bundesverkehrsministerium hat am 22. Januar 2009 die Entwurfsplanung für die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg begonnen. Die A39 ist dabei als vierstreifige Autobahn mit jeweils zwei Fahrstreifen und Standstreifen je Fahrtrichtung geplant.

Weitere Informationen zur A39 sowie den Projektatlas A39 finden Sie unter https://www.autobahn.de/nord/projekte/detail/a-39-lueneburg

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