Zwetschges Zukunft offen

Bleibt er oder geht er? Die Personalie Zvjezdan Misimovic sorgt beim VfL Wolfsburg weiterhin für Diskussions- und Zündstoff.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen . Der Fall Diego und seine Begleiterscheinungen … Der Deal mit dem Juve-Star ist geplatzt, doch ganz gegessen ist die Geschichte noch nicht beim VfL Wolfsburg. Denn Zvjezdan Misimovic ist so gar nicht froh über die offenkundige Suche seines (Noch)-Klubs nach einem Spielgestalter.

Immerhin füllte Zwetschge diese Rolle in den vergangenen zwei Jahren prima aus, erwies sich auch am Freitag beim Bundesliga-Auftakt in München nach seiner Einwechslung zur Pause als belebendes Element. Doch Wolfsburgs Nr. 10 reagierte recht einsilbig auf Fragen. "Jeder ist ersetzbar", grummelte Misimovic und fügte vielsagend zu seiner Zukunft an: "Ich habe keine Ahnung. Es sind ja noch ein paar Tage hin." Das 45-minütige Bankdrücker-Dasein (offiziell wegen Trainings-Rückstand) gegen die Bayern dürfte die Wechselabsichten des Bosniers nicht geschmälert haben. VfL-Manager Dieter Hoeneß reagierte aber gelassen auf den möglichen Brandherd – den er selbst mit dem Diego-Flirt heraufbeschworen hat. "Zwetschge ist ein exzellenter Spieler und ich bin aus vielerlei Gründen froh, wenn der 1. September da ist", sagte Hoeneß mit Blick auf das Ende der Transferperiode. Neuestes Gerücht: Schalke soll angeblich für Misimovic fünf Millionen Euro plus Jefferson Farfan bieten. Passend dazu verkündete Felix Magath: "Ich bin sicher, dass wir in den nächsten Tagen noch die ein oder andere Neuverpflichtung verkünden können." Misimovic ist nicht der einzige mögliche Abwanderer. Auch Grafite, gegen Bayern erst kurz vor Schluss gekommen und offenbar nur noch zweite Wahl, wird sich mit dieser Rolle auf Dauer vermutlich nicht anfreunden. Und die ersten Interessenten sind schon da: Birmingham City will den Brasilianer in die englische Premier League importieren, kümmert sich angeblich schon um eine erforderliche Arbeitserlaubnis. Derweil scheint der VfL weiter ein Auge auf Hamburgs Eljero Elia zu werfen. Doch diesem Wunsch erteilte HSV-Sportdirektor Bastian Reinhardt am Sonnabend eine kategorische Absage: "Wir werden Elia nicht nach Wolfsburg abgeben." Es bleibt spannend bis zum 31. August.

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