Fußball: Weghorst wütend, Ginczek mit Gänsehaut

Zwei Stürmer, zwei Gefühlslagen

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Dicke Backen bei Wolfsburgs Wout Weghorst (l., gegen Philipp Bargfrede). Der Torjäger haderte mit dem 2:3.

Wolfsburg – Wout Weghorst war genervt. Und brachte das auch zum Ausdruck. „Das war nicht genug. Es hat einfach nicht gereicht. Das passiert uns leider zu oft.

Das ist einfach Scheiße, das ist sehr enttäuschend“, ärgerte sich der Torjäger des VfL Wolfsburg gestern Abend nach der vermeidbaren 2:3-Heimpleite in der Fußball-Bundesliga gegen den SV Werder Bremen.

In den Augen des Niederländers hätte sich seine Mannschaft zu sehr auf den jüngsten Lorbeeren ausgeruht. „Das passiert uns leider zu oft, dass wir nach zwei guten Spielen ein bisschen zurückfallen. Das nervt mich schon“, grantelte Weghorst. Die Wölfe seien häufig „zu unsauber“ am Ball gewesen.

Indes machte Wolfsburgs Cheftrainer Oliver Glasner seiner Riege keine großen Vorwürfe. Bis auf einen. Nach dem 2:2-Ausgleich sei der VfL „vielleicht etwas zu euphorisch“ gewesen. „Bremen hat auf diesen einen Konter gewartet, da hatten wir keine Absicherung“, meinte er mit Blick auf den K.o.-Schlag durch Milot Rashica in der 83. Minute und bescheinigte Werder eine „sehr große Effizienz“. Seine Schützlinge seien „immer wieder zurückgekommen, wir haben alles probiert und hatten eine Vielzahl an Torchancen“. Doch das dritte Comeback in diesem Gefühls-Achterbahn-Spiel sollte dem Heimteam nicht mehr glücken.

Zumindest ein Wolfsburger konnte dennoch etwas lächeln. Daniel Ginczek feierte nach langer Leidenszeit sein Comeback, wurde in der 72. Minute für Robin Knoche eingewechselt. Unter lautstarkem Beifall der VfL-Fans. „Es ist immer schön, nach so langer Zeit noch in Köpfen zu sein – schon ein Gänsehaut-Moment, wenn man mitkriegt, wie laut es dann wird im Stadion.“ Dennoch bleibt der Angreifer bescheiden. „Ich werde mich nicht hinstellen und sagen, ich muss von Anfang an spielen – dafür war ich zu lang raus. Ich will der Mannschaft helfen, als Joker oder nach hinten raus.“  ib

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