Fußball – Bundesliga: Olic und Rodriguez kämpfen um interne Torjägerkrone / ManU-Interesse lässt Schweizer kalt

Zwei Dauer(b)renner vom ungleichen Schlag

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Siegerfaust: Wolfsburgs Ivica Olic bejubelt das 2:1.

ib Wolfsburg. Nicht etwa Nicklas Bendtner oder Bas Dost – nein, Linksverteidiger Ricardo Rodriguez mausert sich in der internen Torjägerliste des VfL Wolfsburg zum größten Konkurrenten für Dauer(b)renner Ivica Olic.

Mit dem jeweils dritten Saisontreffer beruhigte das ungleiche Paar gegen Bremen die Gemüter.

Die überraschende Konkurrenz im eigenen Lager fürchtet Olic nicht. „Ich werde kämpfen und am Ende werden wir sehen“, grinste der zu Späßchen aufgelegte Kroate angesprochen auf Rivale Rodriguez. Sein Siegtor hatte der 35-Jährige praktisch prophezeit. „Ich hatte fast versprochen, dass ich ein Tor mache, als ich mit dem Trainer gesprochen habe.“ Denn gegen Bremen trifft Olic sehr gern.

Als die erste Halbzeit ohne große Torraumszene verstrichen war, wurde Wolfsburgs Tor-Opa „ein bisschen nervös“, wie er zugab. Doch er traf. „Ich wollte einfach gewinnen, wir haben schon ein paar freie Punkte verschenkt. Das war ein dreckiger Sieg, aber die ganze Mannschaft ist sehr glücklich, das wird uns nach vorne bringen“, glaubt Olic. Seine Bude widmete er übrigens dem ehemaligen Wolfsburger Co-Trainer Andries Jonker. „Er hat mit mir immer Flugkopfball trainiert. Ich werde ihn anrufen und sagen: Endlich habe ich ein Flugkopfball-Tor gemacht.“

Womöglich telefoniert demnächst auch Rodriguez mit Jonker. Dieser ist die rechte Hand von Louis van Gaal bei Manchester United und soll dem großen Lehrmeister den Schweizer empfohlen haben. „Schön zu hören, das interessiert mich aber nicht. Ich bin hier“, wiegelte Rodriguez ab. Auch VfL-Manager Klaus Allofs hat die Vertragsverlängerung mit dem Nati-Nationalspieler ganz oben auf der Liste. Davon weiß der 21-Jährige selbst nichts. „Ich warte nicht drauf. Wir haben jetzt viele Spiele, auf die ich mich konzentriere.“ Nach dem Patzer von Berlin, der Rodriguez „genervt“ hatte, gab er gegen Bremen die passende Antwort mit starker Leistung und seinem 70 Meter-Sprint vor dem 1:0. Ausdauer müssen wohl auch die Clubs demonstrieren, die um seine Gunst wetteifern.

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