Fußball – Bundesliga: Gerhardt überzeugt und pocht auf weitere Einsätze

Zurück in den Fokus gespielt

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Hat sich mit starken Leistungen zuletzt wieder herangekämpft: Yannick Gerhardt, der zuvor beim VfL Wolfsburg oft außen vor war. Foto: Peter Steffen/dpa

Wolfsburg – Den 15. November 2016 wird Yannick Gerhardt nicht vergessen. Der Fußballer des Bundesligisten VfL Wolfsburg machte im heiligen San Siro gegen Italien (0:0) sein bislang einziges Länderspiel. Die Tür zur DFB-Elf, sie war offen.

Doch dreieinhalb Jahre später ist Gerhardt nur noch Edelreservist in Wolfsburg. Mit seinen Leistungen gegen Malmö und Mainz spielte sich der gebürtige Würselener aber zurück in den Fokus.

Kapitän Josuha Guilavogui ist verletzt, Gerhardt durfte ran – und machte auf sich aufmerksam. Gegen Mainz (4:0) gelang dem Mittelfeldspieler das Tor zum 3:0, das ihm Daniel Ginczek mustergültig aufgelegt hatte. „Für mich persönlich ist es keine leichte Saison“, macht der 25-Jährige keinen Hehl aus der schwierigen Situation. Drei Mal 90 Minuten in der Europa League, nur elf Mal Bundesliga. Zu wenig für Gerhardt. Klar! „Ich habe immer auf meine Chance gewartet und versucht, mich im Training nicht hängen zu lassen“, betont der 2016 für 13 Millionen Euro vom 1. FC Köln gekommene VfL-Akteur. Doch auch er weiß: „Wir haben einen sehr guten Kader.“ Am Ende entscheide Trainer Oliver Glasner, wen er aufstellt.

Dieser wurde in dessen Erfahrung bestätigt, „dass du alle Spieler benötigst, wenn englische Wochen und Sperren kommen“. Glasner selbst freue sich für die Spieler, die zumeist in der zweiten Reihe sind. Nicht nur Gerhardt zeigte „eine super Leistung“, auch Außenverteidiger Paulo Otávio bewies, dass auf ihn Verlass ist. In der Breite hat der Fußball-Lehrer also noch einige Spieler in petto. Diese werden – egal, ob Gerhardt, Otávio oder jemand anders – in den nächsten Wochen sicher noch gefragt sein. Gerhardt zeigt sich optimistisch: „Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir viele Mannschaften schlagen.“

VON ROUVEN PETER

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