Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg verliert nach miserabler Leistung durch ein frühes Tor 0:1 beim Vorletzten Hoffenheim

Ziel Europa: Rückschlag statt Aufholjagd

Auf dem Boden der Tatensachen angekommen: Innenverteidiger Dante (am Boden) und der VfL Wolfsburg erlitten nach dem Champions League-Jubel eine kalte 0:1-Dusche bei der TSG 1899 Hoffenheim.
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Auf dem Boden der Tatensachen angekommen: Innenverteidiger Dante (am Boden) und der VfL Wolfsburg erlitten nach dem Champions League-Jubel eine kalte 0:1-Dusche bei der TSG 1899 Hoffenheim.
  • VonMichael Theuerkauf
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dpa/mth Sinsheim. Rückschlag für die Wölfe: 1899 Hoffenheim hat seine beeindruckende Heimserie unter Trainer Julian Nagelsmann ausgebaut und den internationalen Hoffnungen des VfL Wolfsburg einen herben Dämpfer verpasst.

Die Kraichgauer besiegten den VfL am Samstag mit 1:0 (1:0) und gewannen damit auch das dritte Heimspiel unter dem jüngsten Coach in der Geschichte der Fußball-Bundesliga.

Stürmer Andrej Kramaric erzielte vor 25 231 Zuschauern schon nach drei Minuten den entscheidenden Treffer. Kevin Volland verpasste das zweite Tor, er verschoss einen Foulelfmeter (57. Minute). Dennoch holte sein Team den Sieg und zog mit nun 24 Zählern punktemäßig mit Eintracht Frankfurt auf dem Relegationsrang gleich. Champions-League-Viertelfinalist Wolfsburg muss dagegen immer mehr um die erneute Qualifikation für den Europapokal bangen.

Die erste schlechte Nachricht hatte Wolfsburgs Coach Dieter Hecking schon vor dem Anpfiff bekommen. Weltmeister Julian Draxler hatte sich zwar noch mit dem Team aufgewärmt, auf Grund von Schmerzen im Knie- und Oberschenkelbereich reichte es aber nicht für einen Einsatz. Ohne den Mittelfeldspieler agierten die Grün-Weißen in der Offensive weitgehend ideenlos und kamen kaum zu gefährlichen Aktionen.

Was zum einen an mangelnder Kreativität lag, lag zum anderen an einer im Vergleich zur Vorwoche deutlich stabileren Hoffenheimer Abwehr. Nach dem 1:5 in Stuttgart setzte Nagelsmann nun auf eine Viererkette, gegen die der VfL zunächst keine Mittel fand.

Im Angriff präsentierten sich die Kraichgauer schon kurz nach dem Anpfiff effektiv. Nach einem Ballverlust des VfL passte Volland gedankenschnell in die Spitze auf Kramaric, der Robin Knoche ganz alt aussehen ließ und das Leder anschließend in die lange Ecke schlenzte.

Nach dem erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse wirkte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking über weite Strecken fahrig und müde. Nationalspieler André Schürrle spielte deutlich unter Normalform, auch Max Kruse agierte harmlos. Ein Kopfball in der 43. Minute. Mehr kam von ihm nicht auf das Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Wolfsburg wirkte nun zwar engagierter, Hoffenheim aber blieb gefährlicher. Beim Herauskommen erwischte VfL-Torwart Koen Casteels (56.) den starken Kramaric mit einer Grätsche am Fuß und verursachte einen Elfmeter. Anschließend machte der Belgier seinen Fehler aber wieder gut und wehrte den Strafstoß von Volland mit einem schönen Reflex einhändig ab. Wolfsburg drängte in der Schlussphase zwar noch mal auf den Ausgleich, fand aber gegen die immer tiefer stehenden Gastgeber kaum Mittel. Erst in der Nachspielzeit wurde es für 1899 noch einmal brenzlig – Schürrle scheiterte aber aus kurzer Distanz an Baumann.

Statt durchzustarten, wie es die VfL-Verantwortlichen vor der Partie verkündeten, nun also der nächste Rückschlag im Kampf um die europäischen Startplätze. Die englischen Wochen und die Verletzungsmisere haben Spuren hinterlassen. Coach Dieter Hecking muss es schaffen, den Akku seiner Profis schnell wieder aufzuladen. Sonst wird es ganz eng mit dem Auftritt auf europäischer Bühne in der nächsten Saison.

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