Fußball – Bundesliga: Nach Heim-Remis gegen Darmstadt rückt Champions League-Teilnahme für VfL in weite Ferne

Zahnloses 1:1 – Wölfe treten auf der Stelle

Sinnbildlich: Max Kruse zeigt sich an seinem 28. Geburtstag ratlos. Dem VfL Wolfsburg fiel gegen die defensiven Darmstädter überhaupt nichts ein. Quittung: das magere und am Ende glückliche 1:1.
+
Sinnbildlich: Max Kruse zeigt sich an seinem 28. Geburtstag ratlos. Dem VfL Wolfsburg fiel gegen die defensiven Darmstädter überhaupt nichts ein. Quittung: das magere und am Ende glückliche 1:1.
  • VonAndreas Arens
    schließen

dpa/ar Wolfsburg. Die Wölfe sind mit einem Veilchen gegen die Lilien davongekommen. Erst in der Nachspielzeit traf Angreifer André Schürrle zum Unentschieden für den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg.

Das ernüchternde 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 half am Ende keinem der beiden Kontrahenten wirklich weiter.

„Das ist natürlich enttäuschend“, sagte VfL-Trainer Dieter Hecking. „Das ist nicht das, was wir uns vorgenommen haben.“ Auch die Gäste haderten mit dem Endergebnis. „Vor dem Spiel hätten wir das unterschrieben. Jetzt fühlt es sich nicht so gut an“, meinte Lilien-Coach Dirk Schuster, der nur knapp zehn Minuten vom sechsten Auswärtssieg in dieser Fußball-Bundesligasaison träumen durfte.

Schürrle rettete dem Champions-League-Viertelfinalisten in der Nachspielzeit (90.+3) doch noch einen Punkt, nachdem Sandro Wagner in der 82. Minute den Gast zum Entsetzen des Großteils der 26 422 Zuschauer in Führung geschossen hatte. Nach dem Spiel quittierten die Wölfe-Fans die Leistung ihres Teams mit einem Pfeifkonzert. Der auf Platz acht abgestürzte Vizemeister und Pokalsieger verliert im Kampf um die Europapokalplätze nach dem zweiten sieglosen Spiel hintereinander weiter an Boden. „Wir haben derzeit Probleme, das lässt sich nicht weg diskutieren“, erklärte Hecking.

Es war nicht ansatzweise zu erkennen, warum der VfL Anfang April im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid antreten darf. Gegner dieses Kalibers dürften in der kommenden Saison nicht mehr in der Wolfsburger Arena gastieren. Nach 27 Spielen hat Wolfsburg bereits zehn Zähler Rückstand auf Platz drei, der zur erneuten Teilnahme an der Champions-League berechtigen würde. Mit 38 Punkten muss der VfL gar um die Europa-League-Teilnahme bangen.

„Es kam viel zu wenig von uns in diesem wichtigen Heimspiel“, bekannte auch Torschütze Schürrle. Darmstadt verdiente sich den Punkt gegen ideenlose und ersatzgeschwächte Hausherren mit viel Kampf und Leidenschaft. Dagegen rannten die Wölfe lange Zeit vergebens und ideenlos an.

Beim VfL fehlte, wie schon in Hoffenheim, vor allem Weltmeister Julian Draxler (Oberschenkelprobleme) an allen Ecken und Enden. Kurzfristig war auch Linksverteidiger Ricardo Rodriguez mit einer Bauchmuskelverletzung ausgefallen. Zu allem Überfluss verletzte sich im Spiel auch noch Daniel Caligiuri und musste bereits nach einer guten halben Stunde ausgewechselt werden.

Schon die Anfangsphase des Spiels war für Wolfsburg zum Vergessen. Darmstadt presste früh und zwang den Gastgeber damit immer wieder zu leichten Fehlern im Spielaufbau. Am Ende konnten sich die Wölfe mit dem einen Punkt sogar noch glücklich schätzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare