Wolfsburgs Poldi stellt sie alle in den Schatten

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Augen zu und durch: Sebastian Polter (l.) avancierte zum zweiten Mal in Folge zum Wolfsburger Matchwinner.

ib Wolfsburg. Nach dem Fritz-Walter-Wetter musste sich Sebastian Polter erst einmal die Nase putzen. So legendär wie Deutschlands regenliebender WM-Held von 1954 ist er freilich noch nicht. Aber dennoch wird der Nachwuchsstürmer zum Nulltarif beim VfL Wolfsburg immer populärer.

Dank seiner eindrucksvollen Trefferquote. Nur 115 Minuten in der Bundesliga, verteilt auf drei Spiele, und schon zwei Tore, die sechs Punkte brachten. Matchwinner gegen Stuttgart, Matchwinner nun auch gegen Köln. „Klar kann es so weitergehen“, grinste der bullige Blondschopf, der bis Mitte Dezember noch in der Regionalliga bei den VfL-Amateuren kickte. Obwohl ihm in der Winterpause neue Konkurrenz vor die Nase gesetzt wurde, stand Polter erneut im Kader und durfte eine Halbzeit ran. Überrascht sei er von seiner Nominierung nicht gewesen. „Ich habe im Trainingslager hart gearbeitet.“

Das hat offenbar auch Felix Magath wohlwollend registriert. Wolfsburgs Coach hat bei dem 20-Jährigen sogar einen exklusiven Charakterzug ausgemacht. „Sebastian Polter ist eine Art Spieler, die wir sonst nicht im Kader haben. Wenn er reinkommt, ist er sofort hellwach. Diese Qualität werden wir noch brauchen.“ Klingt nach noch mehr Bewährungschancen in Kürze. Startelf-Ansprüche stellt Polter aber noch nicht. „Die Joker-Rolle liegt mir momentan ganz gut. So kann ich auch auf meine Einsatzzeiten kommen“, gibt sich der gebürtige Wilhelmshavener bescheiden.

Und selbstkritisch. Trotz seines Treffers sei sein Kopfballspiel angesichts seiner Größe noch „ausbaufähig“, meinte Polter. Vorlagengeber Christian Träsch unkte: „So einen Hünen kann man nicht verfehlen...“ Poldi, wie er vom Wolfsburger Trainerstab gerufen wird, stellte am Sonnabend nicht nur seinen berühmten Namensvetter Lukas Podolski in den Schatten. Auch die Wolfsburger Neuzugänge überstrahlte der Leuchtturm. Macht er so weiter, wird der VfL noch einige Siege in den sicheren Hafen bringen.

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