Fußball – Bundesliga: VfL stoppt Superlauf von Eintracht Frankfurt durch Tore von Mehmedi und Ginczek

Wolfsburger Party-Crasher!

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Nach dem Anschlusstreffer von Frankfurts Luka Jovic (M.) wurde es noch einmal eng, doch Koen Casteels und Co. brachten den 2:1-Sieg für den VfL über die Zeit.

ib/dpa Frankfurt. Grün-weiße Party-Crasher! Der VfL Wolfsburg hat die Frankfurter Jubel-Trubel-Wochen in Katerstimmung gewandelt. Drei Tage nach der Europa League-Gala gegen Olympique Marseille (4:0) ging die Super-Serie der Eintracht gestern Abend zum Abschluss des 13.

Spieltags in der Fußball-Bundesliga durch die 1:2 (0:1)-Niederlage gegen die Wölfe jäh zu Ende. Ein nicht unverdienter Paukenschlag der Mannschaft von Bruno Labbadia.

Admir Mehmedi (l.) brachte Wolfsburg in Führung.

Während die Hessen den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpassten, kletterte Wolfsburg eine Position nach oben und hat plötzlich Kontakt zu den internationalen Plätzen. Viel entscheidender aber nach den zwei Zitter-Jahren zuvor: Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist auf acht Zähler angewachsen. Admir Mehmedi (31.) und Daniel Ginczek (68.) schossen den Erfolg für die Gäste heraus. Für die Mannschaft der Stunde aus Frankfurt, die letztmals am 26. September beim 1:3 in Mönchengladbach verloren hatte, konnte Torjäger Luka Jovic nur noch den Anschlusstreffer erzielen (87.).

Wie erwartet schickte Eintracht-Trainer Adi Hütter wieder seine derzeit stärkste Startformation um das offensive Traum-Trio Sébastien Haller, Jovic und Ante Rebic auf den Platz. Und die Adler legten auch gleich gut los. Schon nach zwei Minuten gab Filip Kostic den ersten Warnschuss in Richtung VfL-Tor ab.

Noch gefährlicher wurde es in der 10. Minute, als Rebic im Wolfsburger Strafraum zu Fall kam und Schiedsrichter Sascha Stegemann zunächst auf den Elfmeterpunkt zeigte. Auf Hinweis des Video-Assistenten verlegte der Referee den Tatort jedoch nach außerhalb und gab nur Freistoß, der nichts einbrachte.

Die Eintracht kontrollierte zunächst das Spiel und kam durch Jonathan de Guzmán (14.) zur größten Chance. Der Defensivspieler traf jedoch nur den Pfosten. Vom VfL war bis dato offensiv nichts zu sehen. Das änderte sich dann aber schlagartig. Mit drei gefährlichen Szenen in kurzer Folge kündigte sich die Wende im Spiel an. Bei einem Konter wurde Wout Weghorst freigespielt, dessen Schuss an die Oberkante der Latte prallte.

Frankfurt überhörte das Warnsignal und wurde fünf Minuten später für seine Nachlässigkeit in der Defensive bestraft: Nach einem naiven Ballverlust hatte Mehmedi freie Bahn und überwand Nationaltorhüter Kevin Trapp mit einem Schuss ins lange Eck.

Der Gegentreffer nahm den Hausherren bis zur Pause den Schwung. Nach dem Wechsel drängte die SGE dann noch einmal mit Macht auf den Ausgleich. Die Wolfsburger hatten sich nun heftiger Attacken des Europa-League-Teilnehmers zu erwehren, blieb bei seinen Gegenstößen aber stets gefährlich. 22 Minuten vor Ultimo belohnte Ginczek mit einer feinen Direktabnahme zum 2:0 die engagierte und couragierte Leistung des VfL. Angetrieben von den eigenen Fans bäumte sich die Eintracht zwar noch einmal auf, konnte dem Spiel aber trotz des späten Anschlusstreffers keine Wende mehr geben.

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