Fußball – Bundesliga: VfL fehlt beim 0:2 gegen Heimmacht Werder Bremen die letzte Konsequenz / Fünf Spiele ohne Sieg

Wolfsburger Gastgeschenk für Kohfeldt

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Sie wollten es nicht wahrhaben: Daniel Ginczek (r.) und die Wölfe gingen trotz passabler Ansätze in Bremen leer aus.

dpa/ib Bremen. Happy Birthday für Florian Kohfeldt und seinen SV Werder Bremen, frustrierender Freitagabend für den VfL Wolfsburg: Die Festung Weserstadion bleibt ein schlechtes Pflaster für die Wölfe.

Der SV Werder Bremen blieb nach Toren von Davy Klaassen (2. v. l.) und Johannes Eggestein (2. v. r.) auch im 16. Bundesliga-Heimspiel in Folge ungeschlagen und bejubelte am Ende einen 2:0-Heimsieg.

Am 36. Geburtstag von SVW-Trainer Kohfeldt feierte das Nordlicht einen hart erkämpften 2:0 (1:0)-Sieg und blieb damit auch im 16. Bundesliga-Heimspiel in Serie ungeschlagen. Die anderen Grün-Weißen wiederum warten nunmehr seit fünf Spielen auf einen Sieg. Der Lack des blitzenden Saisonstarts blättert allmählich ab.

Vor 41.000 Zuschauern erzielten Davy Klaassen (35.) und Johannes Eggestein (86.) die Tore für die Bremer, die damit zumindest für eine Nacht auf Platz zwei kletterten.

Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste. Die Wolfsburger begannen mutig gegen zunächst fehlerhafte Bremer und hatten die erste Chance. Jérôme Roussillon setzte sich auf der linken Seite stark durch, flankte in die Mitte und plötzlich landete der Ball am Pfosten – weder VfL-Stürmer Wout Weghorst noch Werders Niklas Moisander hatten das Spielgerät im Zentrum kontrollieren können (12.).

Werder kam nur sehr schwer ins Spiel. Wolfsburg machte das Mittelfeld eng und ließ die Kreativspieler der Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. So brauchte das Team von Kohfeldt auch ein wenig Hilfe des VfL, um in Führung zu gehen. Robin Knoche konnte den Ball nach einer Hereingabe von Theodor Gebre Selassie nicht richtig klären und Klaassen nutzte das mit einem wuchtigen und unhaltbaren Flachschuss –Kohfeldt schüttelte derweil den Kopf, so richtig konnte er den neuen Spielstand von 1:0 wohl nicht fassen. Sein Team wurde bis zur Pause aber stärker. Bremen agierte immer sicherer und bekam die Partie zusehends besser in den Griff.

Was sich nach Wiederbeginn wieder ein wenig relativierte. Wolfsburg erhöhte wieder ein wenig die Schlagzahl, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Der finale Pass, die letzte Konsequenz gingen den Mannen von Bruno Labbadia ab. Einen Distanzschuss von Maximilian Arnold parierte Bremens Schlussmann Jiri Pavlenka ohne Probleme (52.), John Anthony Brooks zielte aus spitzem Winkel nach einem Freistoß nicht genau genug (55.) und ein Versuch des eingewechselten Daniel Ginczek flog über das Tor (71.).

Werder zeigte sich kaum noch in der Offensive. Kohfeldt trieb sein Team nach vorne und wechselte für die letzte Viertelstunde Claudio Pizarro ein – zwei Tage nach dessen 40. Geburtstag. Das lohnte sich: Routinier Pizarro avancierte direkt zum Aktivposten und hatte mit einem schönen Pass in den Lauf von Eggestein entscheidenden Anteil am vorentscheidenden 2:0 – für den Schützen der erste Bundesliga-Treffer – kurz vor Schluss.

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