Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg und der 1. FC Köln trennen sich 1:1 / Fußball zum Abgewöhnen

Wolfsburger Fehlpass-Festival

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Da läuft gehörig etwas schief... Der VfL Wolfsburg (l. Julian Draxler im Duell der Torschützen mit Kölns Anthony Modeste) kam gestern über ein mageres 1:1 bei der Heim-Premiere 2016 nicht hinaus und wartet seit sechs Spielen auf einen Bundesliga-Sieg.

dpa/mth Wolfsburg. Der 1.  FC Köln hat den VfL Wolfsburg noch etwas tiefer in die sportliche Krise geschossen. Die Rheinländer holten am gestrigen Sonntag ein überraschendes 1:1 (0:0) bei den Wölfen, die jetzt schon seit sechs Bundesliga-Spielen auf einen Sieg warten.

Der teuer zusammengestellte VfL-Kader droht die hoch gesteckten Ziele zu verpassen und liegt bereits sieben Punkte hinter einem sicheren Königsklassen-Platz.

Beide Teams zeigten ein temporeiches Spiel mit viel Einsatz. Für eine überdurchschnittliche Bundesligapartie fehlte es bei vielen Aktionen allerdings an Zielstrebigkeit und an der Genauigkeit, so dass es vor den Toren wenig hochklassige Situationen gab. Die VfL-Fans begannen nach einer knappen Stunde ihrem Unmut Luft zu machen und pfiffen. Noch lauer waren sie, als es in Halbzeitpause ging. Wolfsburgs Linksaußen Julian Draxler schoss schließlich den Ball nach Vorlage von Vieirinha volley ins Netz (67.). Die Freude währte nicht lange, denn nach Vorlage von Leonardo Bittencourt verwandelte Anthony Modeste (75.) zum Ausgleich.

Die Wolfsburger zeigten angesichts der eigenen Ansprüche ein viel zu fehlerhaftes Spiel. Zwar gab es schnelle Chancen, die Josuha Guilavogui (7.) und Max Kruse (14.) nicht nutzten. Aber schon bald danach wurden auch die Probleme sichtbar. Der VfL hatte klar mehr Ballbesitz, ihm unterlaufen jedoch im Spiel nach vorne zu viele Fehlpässe. Zudem waren die Gastgeber bei Kontern anfällig. Defensive Stabilität sollte die Rückkehr von Luiz Gustavo geben. Nach fast dreimonatiger Pause gab der brasilianische Mittelfeldspieler sein Comeback und spielte auf der Sechser-Position neben Guilavogui. Trotzdem waren immer wieder Abstimmungsprobleme im Wolfsburger Abwehrverbund erkennbar. Die Gäste aus Köln störten früh und spielten bei Balleroberung schnell nach vorne. Die beste Chance vor dem Seitenwechsel vergab Hector (36.). Die Wölfe ließen beste Kontermöglichkeiten teils leichtfertig liegen. Ungenaue Zuspiele, zu langes Ballhalten und wenig Bewegung. Das Remis ging letztlich völlig in Ordnung und stürzt den VfL in die erste Krise seit langer Zeit.

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