Fußball – Bundesliga: 1:1 gegen VfB Stuttgart / Zwölftes Remis in der Saison

Wolfsburg tritt auf der Stelle

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Letztlich auf Augenhöhe: Der VfL Wolfsburg (l. Yunus Malli) musste sich trotz klarer Dominanz in Halbzeit eins mit einem mageren 1:1-Remis gegen den VfB Stuttgart begnügen.

dpa/jk Wolfsburg. Unentschieden Nummer zwölf! Bei der Rückkehr von Mario Gomez an seine alte Wirkungsstätte verpasste der VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga einen immens wichtigen Dreier im Abstiegskampf.

Die Wölfe gaben eine 1:0-Halbzeitführung ab und mussten sich am Ende mit einem 1:1-Remis gegen den direkten Konkurrenten VfB Stuttgart begnügen.

Dabei agierte Gomez auf dem Rasen als Hauptprotagonist. Der Fußball-Nationalspieler war 501 Tage Angestellter des VW-Vereins und zeigte bei seiner Rückkehr nach Wolfsburg vor 24378 Zuschauern eine Vorstellung mit deutlicher Steigerung nach der Pause –wie die gesamte VfB-Mannschaft. Der bei der offiziellen Verabschiedung vor dem Anpfiff von den VfL-Fans gefeierte Gomez mühte sich im Angriff lange vergeblich. Dass er seinen Torinstinkt nicht verloren hat, bewies der Nationalspieler jedoch bei seinem Treffer: Einen Schuss von Dennis Aogo lenkte er aus knapp fünf Metern ins Netz.

Auf der Gegenseite spielte Origi auf Gomez’ ehemaliger Stammposition beim VfL. Der Belgier interpretierte die Rolle als Mittelstürmer zunächst mit mehr Sprints, überzeugte indes nur 45 Minuten. Origi hatte immerhin den Überblick, als Yunus Malli dem unaufmerksamen VfB-Außenverteidiger Andreas Beck den Ball abnahm und passte: Überlegt schob Origi die Kugel aus rund 20 Metern zur Führung ins lange Eck.

Neu-Trainer Tayfun Korkut brachte fünf neue Spieler im Vergleich zur letzten VfB-Niederlage unter Hannes Wolf. Die umgebaute Startelf mit Neuzugang Erik Thommy wirkte zunächst verunsichert, steigerte sich indes nach der Pause. Der VfL dominierte nur in der ersten Halbzeit das Geschehen. Nach dem Wechsel baute Wolfsburg jedoch deutlich ab. „Jeder zweite Ball ging an Stuttgart“, monierte VfL-Profi Daniel Didavi.

Das hatte auch mit Korkuts Umstellungen zu tun. Kapitän Christian Gentner begann als Zehner und rückte nach einer knappen halben Stunde mehr auf Linksaußen, während Thommy zentraler agierte. Besser wurde es jedoch erst, als der neue Coach nach der Pause mit Daniel Ginczek eine zweite Spitze brachte. „Wir fahren zufrieden nach Hause“, sagte VfB-Sportchef Michael Reschke.

Olaf Rebbe, Sportdirektor vom VfL Wolfsburg, schien dagegen nicht ganz zufrieden mit nur einem Zähler: „Wir haben es in der ersten Hälfte verpasst, das zweite Tor nachzulegen. Nach dem Wechsel haben wir uns zu sehr hinten reindrängen lassen und wurden dafür bestraft. Deswegen müssen wir auch jetzt mit dem einem Punkt leben.“

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