Fußball – Bundesliga: Chancenwucher Grund für 1:2-Pleite

Wolfsburg scheitert an sich selbst

Chancen en masse, aber kein zweiter Treffer: Zunächst vergab VfL-Stürmer Daniel Ginczek (links) einige nennenswerte Möglichkeiten, dann musste er verletzungsbedingt ausgwechselt werden.
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Chancen en masse, aber kein zweiter Treffer: Zunächst vergab VfL-Stürmer Daniel Ginczek (links) einige nennenswerte Möglichkeiten, dann musste er verletzungsbedingt ausgwechselt werden.
  • VonJannis Klimburg
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Hannover/Wolfsburg. Es war ein Freitagabend zum Vergessen für den VfL Wolfsburg. Die Wölfe wollten zum Auftakt des elften Spieltages in der Fußball-Bundesliga einen weiteren Schritt nach vorne machen. Doch daraus wurde nichts.

Im Gegenteil: Durch das 1:2 (0:1) bei Hannover 96 und die Ergebnisse der anderen Partien ist das Mittelfeld der Tabelle noch enger zusammengerückt. Der Vorsprung auf das Schlusslicht VfB Stuttgart ist von sieben auf vier Zähler geschrumpft.

Und das hätte wahrlich nicht sein müssen. Denn die Grün-Weißen boten einmal mehr eine ansprechende Leistung. Mit einem kleinen Manko: Der Ball wollte kein zweites Mal über die Linie. „Unnötiger geht es eigentlich nicht“, sagte VfL-Mittelfeldakteur Maximilian Arnold. Yannick Gerhardt gab ihm Recht: „Das ist eine total bittere Niederlage. Das Spiel darfst du nicht verlieren.“

Vor allem mit der Einwechselung von Josip Brekalo und John Yeboah kam neuer Schwung auf beim Team von Trainer Bruno Labbadia. Da stellt sich die Frage, warum der Übungsleiter nicht früher reagiert hat. Denn was vorher noch relativ lethargisch und stümperhaft rüberkam, änderte sich mit den beiden Flügelflitzern. Insbesondere Brekalo hatte den 2:2-Ausgleich gleich mehrmals auf dem Fuß. „Im Abschluss waren wir nicht konsequent genug. Und vielleicht hat dann auch das letzte Quäntchen Glück gefehlt“, entgegnete der Kroate.

Doch das war noch nicht alles vom unglücklichen Freitagabend. Denn neben der Niederlage muss der VfL nun auch einen weiteren Ausfall verkraften. Daniel Ginczek hatte sich bei einer Torchance am Knie verletzt, musste in der Halbzeit ausgewechselt werden. Der bullige Angreifer hatte in seiner Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse. „Es hat sich wie ein Messerstich angefühlt“, so Ginczek. „Kaputt ist bestimmt etwas“, seufzte der Stürmer. Heute erfolgt ein MRT. Labbadia meinte zu einer möglichen Zwangspause: „Das wäre bitter und ein harter Schlag für Daniel.“

Von Jannis Klimburg

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