Fußball – Bundesliga: VfL holt bei Hertha BSC Berlin ersten Rückrunden-Sieg

Wolfsburg im Jahr 2019 angekommen

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Große Erleichterung beim VfL Wolfsburg: Die Wölfe (Bild links / v. l. Robin Knoche, Koen Casteels, John Anthony Brooks, Felix Uduokhai) klatschen sich ab, freuen sich über den ersten Rückrundensieg in der Bundesliga. Der war schwer erkämpft von Yunus Malli (Foto r.) und Co.

Berlin – Der Unterschied hatte einen Namen: Wout Weghorst. Der Niederländer hat dem VfL Wolfsburg den ersten Sieg im Jahr 2019 beschert. Mit seinem siebten Saisontreffer sorgte der Niederländer für den 1:0 (0:0)-Sieg der Grün-Weißen am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC.  

Für das Team von Trainer Bruno Labbadia war es schon der sechste Sieg auf fremden Plätzen in der laufenden Spielzeit. „Das ist cool“, jubelte Matchwinner Weghorst: „Wir haben richtig gut als Mannschaft agiert, waren sehr organisiert. “.

Die Wolfsburger zeigten sich vor nur 39 259 Zuschauern in der Hauptstadt lange Zeit bissiger und spielstärker als die Gastgeber. Die Wölfe zogen in der Tabelle mit nun 31 Punkten an Hertha (28) vorbei auf Tabellenplatz sechs. Die Gastgeber kamen in Hälfte zwei besser in die Partie, scheiterten bei ihren guten Chancen in der Schlussphase aber am starken VfL-Schlussmann Koen Casteels. „Das war von beiden Seiten kein schöner Fußball, Kleinigkeiten haben entschieden“, sagte Hertha-Coach Pal Dardai.

Die in dieser Saison auswärtsstarken Wolfsburger traten unbeeindruckt von den Negativerlebnissen in der Rückrunde auf Schalke (1:2) und gegen Leverkusen (0:3) auf. Trotz einiger Personalsorgen zeigten sich die Gäste bei Winter-Schmuddelwetter mit Schneefall im Olympiastadion aggressiver in den Zweikämpfen, dazu hatten sie mehr Ballbesitz. Der VfL hatte gleich die besseren Chancen.

Hertha-Torwart Rune Jarstein präsentierte sich aber wie schon seit Wochen in Topform. Der 34-Jährige wehrte gegen den freigespielten Jerome Roussillon zweimal reaktionsschnell ab, beim zweiten Mal fiel der Ball vom Kopf des Norwegers auf die Latte (18.). Renato Steffen zielte knapp über das Toreck (16.). Und nach Eingabe des aktiven französischen Verteidigers Roussillon rutschte der Ball von der Hacke des Schweizers Steffen knapp am Pfosten vorbei (43.).

Die Taktik der Berliner mit der Dreierkette und dem hohen Anlaufen des Gegners ging nicht auf. Hertha-Coach Pal Dardai hatte seine Mannschaft zum dritten Mal nacheinander mit derselben Startelf und demselben System ins Rennen geschickt. Nach einer halben Stunde stellte der Hertha-Trainer auf die Viererkette um, Routinier Fabian Lustenberger rückte ins defensive Mittelfeld.

Gefährlich wurde sein Team lange nur bei Standards. Nach einer Freistoß-Eingabe von Valentino Lazaro verschätzte sich VfL-Keeper Casteels, Hertha-Verteidiger Rekik köpfte den Ball aber nur auf die Latte (23.). Ansonsten gelang nicht viel Konstruktives. Lazaros Weitschuss strich am langen Pfosten vorbei.

Wolfsburg als drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga belohnte sich nach der Pause. Linksverteidiger Roussillon kam vor Lazaro zur Eingabe, und Weghorst war vor dem schwachen Marvin Plattenhardt zur Stelle. Weil VfL-Schlussmann Casteels gegen Marko Grujic, Vladimir Darida und Davie Selke mit starken Paraden rettete, brachte der VfL Wolfsburg den Auswärtssieg über die Zeit. Am Mittwoch (18.30 Uhr) geht es für die Wölfe dann im DFB-Pokal gegen RB Leipzig.

VON JANNIS KLIMBURG, JENS MENDE UND ANDREAS KRÜHLER

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