Fußball – Bundesliga: Erneute Auswärtsniederlage beim FSV Mainz 05

Wolfsburg enttäuschend

Enttäuscht und enttäuschend: Beim VfL Wolfsburg (Maximilian Arnold) läuft auswärts zur Zeit überhaupt nicht.
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Enttäuscht und enttäuschend: Beim VfL Wolfsburg (Maximilian Arnold) läuft auswärts zur Zeit überhaupt nicht.
  • VonAndreas Arens
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dpa/ar Mainz. Dieter Hecking war bedient. Auch im vierten Anlauf mit dem VfL Wolfsburg verpasste der Coach einen Sieg beim FSV Mainz 05. Mit der 0:2 (0:1)-Niederlage konnten die Wölfe ihre miserable Auswärtsbilanz in der Fußball-Bundesliga erneut nicht aufbessern.

Die frühe Rote Karte für Julian Draxler nach einem rüden Foulspiel gegen Gonzalo Jara (14. Minute) wollten weder Hecking noch VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs als Entschuldigung gelten lassen. „Wir haben aus dem Ballbesitz zu wenig gemacht. Wir hatten zu viele Fehler“, sagte Hecking, dessen Team weiter auf den zweiten Auswärtserfolg dieser Saison wartet. „Mit zehn Mann muss man in Mainz nicht gewinnen, aber man kann besser spielen“, erklärte Allofs.

Jubelnde Mainzer: Erster Heimsieg seit Wochen.

Der FSV erwischte nach zuletzt drei Heimniederlagen einen sehr guten Tag und verdiente sich vor 26 331 Zuschauern – darunter der stark in die Kritik geratene DFB-Präsident Wolfgang Niersbach – den Dreier. „Die Rote Karte hat uns sicher in die Karten gespielt, doch wir hatten schon davor ein, zwei Umschaltaktionen. Wir wollten nicht schön spielen, nur gewinnen. Das ist uns gelungen“, stellte 05-Coach Martin Schmidt fest.

Dieter Hecking hatte das Wölfe-Team gegenüber dem 0:2 in der Champions League beim PSV Eindhoven auf vier Positionen geändert. Während der Ex-05er André Schürrle, der freundlich begrüßt wurde, sich die Partie bis zur 65. Minute von der Bank aus ansah, rückte Draxler wieder in die Startelf. Nach einem Tritt an den Kopf von Jara zückte Schiedsrichter Daniel Siebert allerdings die Rote Karte.

„Wir müssen vor der eigenen Tür kehren. Zur Zeit fehlt es an der Konzentration. Wir müssen sehen, dass wir die Kurve kriegen“, meinte Hecking. Auch Allofs ist mit der Situation unzufrieden, obwohl die Wölfe weiter auf Rang drei stehen. „Wer denkt, dass wir oben angekommen sind und uns gemütlich einrichten können, der wird scheitern“, betonte der VfL-Geschäftsführer nach der zweiten Partie ohne eigenen Treffer.

Mainz setzte auf Konter, die im Ansatz weitaus gefährlicher waren als alles, was Wolfsburg produzierte. Zum nicht unverdienten 1:0 brauchten die Rheinhessen aber die Mithilfe von Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio. Der Schweizer ließ eine Flanke von Jairo nach vorne klatschen. De Blasis stand goldrichtig.

Die zuletzt in Heimspielen schwächelnden Mainzer drängten gleich nach Wiederbeginn auf das zweite Tor. Wolfsburg setzte die ideenlosen Bemühungen fort, der eingewechselte Schürrle passte sich dem VfL-Niveau an. Yunus Malli sorgte schließlich für die Entscheidung. Der nun für die Türkei spielberechtigte Torjäger setzte sich gegen Ricardo Rodriguez durch und ließ Torhüter Benaglio keine Abwehrchance.

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