Fußball – Bundesliga: Weghorst rettet bei starkem Schlussspurt die Glasner-Serie

Nr. 20! Wolfsburg bleibt unbesiegbar

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Der Hansdampf in allen Gassen... Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst (M.) feiert zusammen mit João Victor seinen Ausgleichstreffer im schwierigen Auswärtsspiel bei den Bullen aus Leipzig.

Leipzig – Es war nicht unbedingt immer schön, aber zumindest erfolgreich gewesen, was der VfL Wolfsburg an den ersten sieben Spieltagen der Fußball-Bundesliga fabriziert hatte.

Doch kaum ging es am Sonnabend erstmals in dieser Saison gegen einen Großen der Nation, wurde die sagenhafte Ungeschlagen-Serie unter Neucoach Oliver Glasner (nun schon 20 Spiele ohne Niederlage) kämpferisch UND spielerisch fortgeführt! Das vierte 1:1 dieser Serie bei RB Leipzig fühlte sich, anders als der eine oder andere Vorgänger, richtig gut an.

Vor 39.182 Zuschauern in der Red-Bull-Arena sorgte Timo Werner (54.) für die Führung, ehe Wout Weghorst ausglich und seinen Wölfen die positive Bilanz rettete. „Wir sind sehr froh über den Punkt, es hat Spaß gemacht, den Jungs beim Fußballspielen zuzusehen“, strahlte Glasner und betonte: „Was die Mannschaft dann nach dem Rückstand gezeigt hat, verlangt mir allerhöchsten Respekt ab.“

Nicht gut ausgeführt: Die Riesen-Freistoßchance aus der 18. Minute blieb im Leipziger Verbund hängen.

Die ambitionierten Leipziger wollten den taktischen Doppelgänger von der Aller unbedingt besiegen. Euphorisch war der Start nach zuletzt drei sieglosen Pflichtspielen. Nationalspieler Werner (5.) prüfte mit einem Schuss aus 13 Metern VfL-Keeper Pavao Pervan. Aufregung dann in der 18. Minute: Nach einer Brustannahme spielte Dayot Upamecano den Ball mit dem Fuß riskant als Bogenlampe zum eigenen Keeper. Peter Gulacsi konnte nur mit einer Hand ins Seitenaus klären. Nach langen Diskussionen mit seinem Schiedsrichterteam gab Deniz Aytekin einen indirekten Freistoß im RB-Strafraum. Doch der herausstürzende Gulacsi konnte den Schuss von Maximilian Arnold aus gut zehn Metern abwehren. Den indirekten Freistoß sah RB-Trainer Julian Nagelsmann als „Parallelen zu den letzten Heimspielen, wo wir mehr oder weniger mit Eigentoren den Gegner eingeladen haben“.

Auf der Gegenseite drehte der agile Werner auf. Immer wieder setzte sich der 23-Jährige gut in Szene und rackerte für die Mitspieler – der entscheidende Pass im Strafraum kam jedoch selten an. „Meist war es ein erster schlampiger Kontakt. Im letzten Drittel müssen wir da einfach besser werden“, haderte Nagelsmann.

Leipzig drückte zwar enorm, hatte das Spiel in Hälfte eins komplett im Griff, rannte aber gegen die derzeit beste Abwehr der Liga oft vergebens an. Fast aus dem Nichts wäre Wolfsburg in der 45. Minute in Führung gegangen. Doch erneut Gulacsi parierte den Schuss von Josip Brekalo mit den Fäusten.

Timo Werner (r.) auf dem Weg zu seinem 1:0.

Nach dem Wechsel ließ Werner sein Können aufblitzen. Nach einem langen Abschlag setzte er sich im Laufduell gegen Kevin Mbabu durch, umkurvte Pervan und schob zum 1:0 ein. „Werner hatte ein wenig Glück, der Ball ist ihm vor die Füße gesprungen. Dann hat er es eiskalt ausgenutzt, weil er einfach ein Weltklassestürmer ist“, sagte Pervan.

Doch für den VfL war der Gegentreffer das berühmte Hallo-Wach-Signal. Plötzlich ein anderes Spiel. RB im Glück (72.), als nach einer flachen William-Hereingabe João Victor und Weghorst aus Nahdistanz den Ball verpassten. Doch in der 82. Minute war der Holland-Knipser zur Stelle nach einem herrlichen Spielzug der Wölfe, die die Partie sogar fast noch komplett gedreht hätten am Ende.

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