Wolfsburg: Mit Benaglio gegen Lautern

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Nur kein weiterer Lautern-Jubel wie am 33. Spieltag beim 2:1-Sieg der roten Teufel: Der VfL möchte am Sonnabend im Heimspiel gegen den FCK den Spieß umdrehen. Dafür soll der Ex-lauterer Srdjan Lakic (v. v. r.) sorgen.

Wolfsburg - Von Arek Marud.  Das Rotationsprinzip lebt bei der zuletzt leblosen Mannschaft. Im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (Sonnabend, 15.30 Uhr) bahnen sich erneut zahlreiche Veränderungen in der Startelf des VfL Wolfsburg an.

Das fängt beim Keeper an. Der zuletzt verletzte Diego Benaglio kehrt nach überstandener Handverletzung voraussichtlich ins Tor zurück. Zumal sein Vertreter Marwin Hitz eine dreiwöchige Rotsperre absitzt. „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er im Tor steht“, verriet Trainer Felix Magath, der dafür vor einem echten Personalproblem in der ohnehin anfälligen Defensive steht. Chris fällt aus, die Einsätze von Josué (Erkältung), Sotirios Kyrgiakos (Fußprellung) und Makoto Hasebe (Oberschenkel-Verhärtung) wackeln.

Sollte das Quartett ausfallen, könnte der Betzhorner Bjarne Thoelke zumindest den Sprung in den 18er Kader schaffen. Gerade erst von einem Fußermüdungsbruch genesen, macht der Youngster einen erstaunlich fitten Eindruck. „Ihm merkt man seine längere Verletzungspause nicht an, er scheint konditionell auf der Höhe und ist sehr engagiert. Auch bei Zweikämpfen schont er sich nicht und zeigt keine Unsicherheiten“, lobt Magath. Ginge es nach den Ergebnissen im Speerwurftraining, wäre Thoelke gesetzt. „Bjarne hat mich beim Speerwurf überzeugt – damit könnte er einen Platz sicher haben“, so Magath schmunzelnd.

Ansonsten gibt’s bei den Wölfen wenig zu lachen. Auch wenn Hasan Salihamidzic zurück im Mannschaftstraining ist. Zu ernst ist die Situation nach dem Fehlstart. Zu groß der Druck und zu frisch die Erinnerung an das letzte Aufeinandertreffen mit den Lauterern. Nach der 1:2-Pleite gab’s das legendäre Nichtabstiegsfinale in Hoffenheim.

In die Bredouille brachte den VfL der damalige Lauterer und Torschütze Srdjan Lakic. „Dass Lakic dieses Mal auf unserer Seite ist und statt des roten das grüne Trikot trägt, gibt mir Hoffnung, dass wir dieses Mal das bessere Ende für uns beanspruchen“, hofft Magath. Wie gut Toreschießen gegen Ex-Kollegen klappt, bewies Patrick Helmes mit seinem Doppelpack beim 3:0 gegen Köln. Nach der zwischenzeitlichen Aussortierung denkt Magath inzwischen an eine neue Bewährungschancen. „Er hat in dieser Woche sehr engagiert trainiert.“

Gegen Lautern gefragt sind auch Wolfsburgs Riesen. Der Ertrag bei Standards tendierte zuletzt gegen Null. „Wir haben einige große Spieler im Team, aber daraus bisher nichts Zählbares gemacht. Mit unseren Möglichkeiten müssen wir diese Chancen besser nutzen“, forderte Magath und ließ ruhende Bälle üben, um mehr Leben in die VfL-Bude zu bringen.

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