Fußball – Bundesliga-Relegation: VfL Wolfsburg empfängt Holstein Kiel

Im Wohnzimmer vorlegen

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Beim 4:1-Kantersieg über den 1. FC Köln waren Spieler und Fans wieder eine Einheit. Nun benötigt der VfL Wolfsburg in den beiden Finalspielen gegen Holstein Kiel erneut die Unterstützung seiner Anhänger in der heimischen Volkswagen Arena.

jk Wolfsburg. Das erste Endspiel um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga hat der VfL Wolfsburg am letzten regulären Spieltag gegen den 1. FC Köln mit 4:1 gewonnen. Nun müssen die Wölfe erneut nachsitzen, es folgen zwei weitere Endspiele.

Der Startschuss gegen Holstein Kiel fällt heute Abend (20.30 Uhr) in der heimischen Volkswagen Arena.

Beide Mannschaften kennen sich mit Relegationsspielen bestens aus. Erst in der zurückliegenden Spielzeit sicherten sich die Wolfsburger mit zwei 1:0-Siegen gegen den Rivalen Eintracht Braunschweig in letzter Minute die Klasse. Holstein Kiel dagegen erinnert sich nur ungern an seine beiden Finalpartien aus der Saison 2014/15 zurück. Denn der damalige Traum der Störche, in die 2. Bundesliga aufzusteigen, wurde von Kai Bulöw in letzter Sekunde zerstört.

Wie damals gegen 1860 München wird Kiel mit voller Zuversicht und Leidenschaft in die beiden Begegnungen gehen. Dessen ist sich auch VfL-Trainer Bruno Labbadia bewusst: „Man merkt bei Holstein, dass die Mannschaft schon länger zusammenspielt und sehr gute Automatismen drin hat. Wir müssen daher eine sehr fokussierte und konzentrierte Leistung abliefern, um letztlich als Sieger vom Platz zu gehen. Holstein Kiel hat Qualität und der Ligen-Unterschied kann darüber nicht hinwegtäuschen.“

Doch nicht nur das Team von KSV-Coach Markus Anfang hat zuletzt viel Selbstvertrauen getankt. Zur rechten Zeit beendete der VfL mit dem deutlichen Sieg über die Domstädter seine lange Durststrecke im deutschen Oberhaus. „Der Sieg sowie die Art und Weise hat uns gutgetan. Es ist schön anzusehen, dass wir mit dem Druck umgehen konnten, denn es war ein Endspiel. Allerdings haben wir nun zwei weitere Endspiele“, betont Labbadia.

Die Anspannung vor den beiden Duellen mit dem Tabellendritten der zweiten Bundesliga ist immens. Immerhin könnten die Grün-Weißen im schlimmsten Fall nach 21 Jahren Erstligazugehörigkeit den bitteren Gang ins Unterhaus antreten. „Wir wissen, dass die Situation eine besondere ist, aber wir nehmen es so entspannt wie es möglich ist. Wir wissen, was auf uns zukommt und die Mannschaft ist bis jetzt gut vorbereitet. Wir haben dem Team die Spielweise und die einzelnen Akteure bereits nähergebracht“, erklärt der Übungsleiter.

Oft ist es aber so, dass in solch entscheidenden Partien nicht unbedingt die Taktik entscheidet, wer auf- oder absteigt – sondern die Charakterfrage ist meist von wichtiger Bedeutung. „Wir haben die letzten Tage intensiv genutzt, um uns auf Holstein Kiel vorzubereiten. Auf der anderen Seite haben wir auch an den Dingen weitergearbeitet, die wir schon in den letzten Wochen sehr intensiv bearbeitet haben, um der Mannschaft noch mehr Sicherheit zu geben“, bekräftigt der Wölfe-Coach.

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