Fußball – Bundesliga: Umstrittene Fortuna-Führung ärgert VfL / Manager Schmadtke: „Das ist schon ärgerlich“

Wölfe-Wut über Videoschiedsrichter: „Der Ball ist klar im Aus!“

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Die Szene des Spiels: Der Ball befand sich vor dem Zuspiel von Außenverteidiger Matthias Zimmermann (Mitte, gegen Josip Brekalo) augenscheinlich im Aus...

Düsseldorf – Wieder einmal Futter für die Kritiker des Videoschiedsrichters. Denn am gestrigen Freitag, den 13., musste der VfL Wolfsburg im Bundesliga-Auswärtsmatch beim 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf einen Treffer hinnehmen, der für reichlich Gesprächsstoff und Kopfschütteln sorgte.

...doch Düsseldorf (von links Dawid Kownacki und Niko Gießelmann) bekam das strittige Tor zugesprochen und jubelte ausgelassen.

Die Fortuna jubelte nach 16 Minuten, Niko Gießelmann hatte getroffen, Wolfsburg wütete. Der Ball war wohl in der Entstehung bereits im Seitenaus gewesen. Der berühmt-berüchtigte Kölner Keller entschied trotzdem auf Tor für die Heimelf. „Der Videoschiedsrichter wurde installiert, um für Gerechtigkeit zu sorgen“, echauffierte sich VfL-Sportdirektor Jörg Schmadtke in der Halbzeitpause im DAZN-Interview. Er führte aus: „Das ist ärgerlich. Es führt am Ende des Tages dazu, dass man nicht das Vertrauen in die handelnden Personen hat.“

Wout Weghorst, der mit seinem Tor den 1:1-Endstand besorgte, sah die Szene aus unmittelbarer Entfernung, stand nur zwei Meter vom Ort des Geschehens entfernt. „Ich glaube, dass es nicht immer einfach ist“, betonte Weghorst, fügte aber deutlich hinzu: „Der Ball ist klar im Aus!“ Das vermeintliche Geschenk nahmen die Fortunen dankend an. Düsseldorf-Coach Friedhelm Funkel fand zum Beispiel, dass man sich nicht hätte beklagen können, hätte das Tor nicht gegolten. Aber: „Wir haben in der letzten Saison so viele unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gegen uns gehabt, so dass diese glückliche Entscheidung für uns auch mal verdient ist.“

Am Ende ist es ein maues 1:1-Unentschieden, mit dem die Rheinländer sicher mehr leben können als die ambitionierten Wölfe. „Wir haben unsere Ziele, können also nicht zufrieden sein mit diesem einen Punkt“, ärgerte sich Weghorst.  rp

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