VfL Wolfsburg beim Tabellenletzten SV Werder Bremen zu Gast

Fußball – Bundesliga: Wölfe wollen Wiedergutmachung

Schnelle Aufarbeitung: Der VfL Wolfsburg (unten Jeffrey Bruma) plant in Bremen, die 1:5-Niederlage gegen Borussia Dortmund sofort Vergessen zu machen.
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Schnelle Aufarbeitung: Der VfL Wolfsburg (unten Jeffrey Bruma) plant in Bremen, die 1:5-Niederlage gegen Borussia Dortmund sofort Vergessen zu machen.
  • VonAndreas Arens
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Wolfsburg/Bremen. Dieses 1:5 wollten die Wölfe ganz schnell aus den Knochen schütteln. Und damit gleichzeitig aus den Köpfen streichen. Die Niederlage gegen Borussia Dortmund wurmte den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg doch ganz gewaltig.

Beim Tabellenletzten Werder Bremen am morgigen Sonnabend (18. 30 Uhr) können Aktive und Verantwortliche das Desaster endgültig abschütteln.

Wobei: Als Desaster haben die meisten Wolfsburger das 1:5 gar nicht gesehen. „Wir hatten im Spiel nach vorne unsere Möglichkeiten, nur wir machen die Tore nicht. Das soll keine Schönrednerei sein. Aber es spricht nur für die Mannschaft, dass sie nicht aufgesteckt, sondern versucht hat, das Spiel noch zu drehen“, stellte VfL-Trainer Dieter Hecking noch einmal klar. Vielleicht war das Ergebnis gerade deshalb umso schwieriger zu ertragen. Doch der Coach betont gleichzeitig, das Spiel sei aufgearbeitet und guckt nach vorne: „Es ist gut, nach einer Partie wie am Dienstag sofort wieder ein Spiel vor der Brust zu haben, ohne zu lange darüber nachdenken zu müssen.“

Zumindest der Tabellenstand macht Mut, dass in Bremen wieder besser aussehen könnte. Die Werderaner sind punktloses Schlusslicht und selbst im früher so ruhigen Umfeld rumort es gewaltig. Für Hecking gibt es dennoch keinen Grund, den Gegner zu unterschätzen: „Es gibt in der Bundesliga keine leichten Spiele. Man sollte sich davon lösen zu sagen, wir spielen gegen den 18., also werden wir gewinnen. Du musst an jedem Wochenende 100 Prozent abrufen, sonst läufst du Gefahr, Spiele zu verlieren.“

Eine Niederlage in Bremen wäre so ziemlich das Letzte, was die Wölfe jetzt gebrauchen können. Der passable Start mit drei Zu-Null-Spielen würde dann wieder in den Hintergrund rücken, die Unruhe der Rückrunde und der Transferperiode wieder aufflammen. Um das zu verhindern hat Hecking sich am Mittwoch ein genaues Bild vom SV Werder gemacht: „Bei den Bremern fehlen Spieler, die der Mannschaft gut tun könnten. Das eröffnet ihnen auch nicht so viele Möglichkeiten, große Veränderung an der Startelf vorzunehmen. Daher werde ich wohl viele Spieler, die ich vorgestern gesehen habe, auch am Samstag sehen.“ Ob auch Wolfsburg mit einer ähnlichen Aufstellung wie unter der Woche ins Rennen geht, ließ der Trainer offen. Chancentod Mario Gomez dürfte seinen Platz in der Startelf aber weiterhin sicher haben. „Er wird treffen, das ist sicher. Am liebsten so schnell wie möglich“, so Hecking.

Definitiv keine Alternative ist Ismael Azzaoui, der sich im Training einen Kreuzbandriss zuzog. Außerdem fällt Neuzugang Daniel Didavi (Meniskus) aus. Der kreative Hoffnungsträger des VfL muss sich heute einer Knie-Operation unterziehen. Ein herber Verlust für die Wölfe, denn wenn Didavi in dieser Saison auf dem Feld war, initiierte er immer wieder torgefährliche Aktionen.

Von Andreas Arens

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