Fußball: 1:1 im Test gegen Union Berlin nach mauer erster Hälfte

Wölfe überwinden toten Punkt

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Kein Sieger im Bundesliga-Vergleich: Der VfL Wolfsburg (links Felix Klaus) musste sich gegen den Aufsteiger 1. FC Union Berlin im Abschluss-Test des Trainingslagers mit einem 1:1 begnügen.

Anif – Die müden Krieger, sie waren „mit dem Gedanken schon ein wenig im Flieger“, merkte Cheftrainer Oliver Glasner etwas süffisant an mit Blick auf die erste, ausnahmsweise 60-minütige Spielhälfte im Trainingslager-Abschlusstest gegen den 1. FC Union Berlin.

Immerhin: Nach der Schladming-Schlaucherei überwanden die Bundesliga-Profis des VfL Wolfsburg am Sonnabend in Anif für das zweite Stundenwerk den inneren Schweinehund und retteten mit dem 1:1-Remis ihre Ungeschlagen-Serie in der Vorbereitung.

Und so war Glasner, trotz des unbefriedigenden Beginns („Ich hatte mir mehr von der ersten Stunde erwartet, aber so etwas passiert eben manchmal auch“), letztlich versöhnlich gestimmt vor dem Abflug gen Wolfsburg. „Man darf auch nicht vergessen, dass es ein sehr intensives Trainingslager war und mir hat gefallen, dass die Mannschaft alles gegeben hat, um die Niederlage zu verhindern.“

Der VfL war gegen den Erstliga-Frischling direkt kalt erwischt worden. Sebastian Andersson wurschtelte das Leder nach einem Freistoß von Union-Kapitän Christopher Trimmel bereits nach zwei Minuten über die Linie. Das steigerte die Trägheit bei den Grün-Weißen zunächst eher noch. Wenig Offensiv-Spektakel hüben wie drüben bis zur Pause. „Es war nicht das erste Mal, dass ich weniger zu tun habe in einem Spiel. Da muss man die Konzentration hochhalten“, meinte Wolfsburgs Keeper Pavao Pervan.

Seine durchgetauschten Vorderleute schraubten indes nach Wiederbeginn spürbar das Tempo nach oben. Yunus Malli bediente nach einem Berliner Fehlpass Joao Victor – der Ausgleich (78.). Mehr passierte nicht, weil beiden Teams die letzte Konsequenz im Angriff fehlte.

„Man hat uns angesehen, dass wir wahnsinnig müde sind“, gab Pervan zu und bewertete das Match als „sehr ausbaufähig“. Man müsse die guten und schlechten Dinge ansprechen. Das bekräftigte auch Glasner. Die Partie hätte in der zweiten Halbzeit eine andere Dynamik bekommen.

.  VfL Wolfsburg 1. Halbzeit: Pervan – Tisserand (48. Knoche), Guilavogui, Brooks (31. Uduokhai) – William, Roussillon – Schlager, Gerhardt – Steffen, Weghorst, Brekalo.

.  VfL Wolfsburg 2. Halbzeit: Pervan (91. Klinger) – Knoche (107. Edwards), Bruma, Uduokhai – Mbabu, Otavio – Rexhbecaj, Malli – Klaus, Mehmedi, Victor.

.  Tore: 0:1 Andersson (2.), Victor (78.).

VON INGO BARRENSCHEEN

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