Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg mit 0:2-Niederlage gegen Augsburg im Mittelmaß angelangt

Wölfe stürzen auf Platz zehn ab

Am Boden: Die Wölfe (unten Ricardo Rodriguez) mutieren in der Bundesliga zur grauen Mittelfeld-Maus.
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Am Boden: Die Wölfe (unten Ricardo Rodriguez) mutieren in der Bundesliga zur grauen Mittelfeld-Maus.
  • vonAndreas Arens
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dpa/ar Wolfsburg. Die Talfahrt der Wölfe geht weiter. Die 0:2 (0:1)-Heimpleite des VfL Wolfsburg gegen den FC Augsburg war bereits das sechste sieglose Spiel in Serie in der Fußball-Bundesliga. In der Tabelle bedeutet das mittlerweile Rang zehn.

Hinter dem 1. FC Köln und dem FC Ingolstadt. Die lange beschworene Chance auf den Europapokal ist nun auch für die kühnsten Optimisten in der Auto-Stadt Geschichte.

Es war ein erneuter Lustlos-Auftritt der VfL-Profis, die noch vor wenigen Wochen von der erneuten Champions League-Qualifikation träumten. Am Sonnabend wurden sie vom eigenen Publikum gnadenlos ausgepfiffen. „Dafür habe ich kein Verständnis. Wir haben hier schon schlimmeren Fußball gezeigt“, meinte Wolfsburgs Stürmer Bas Dost. „Ich verstehe, dass sie nicht akzeptieren, dass wir hier verlieren. Aber das bringt uns nicht weiter.“

Die Befindlichkeiten der Fans sind für Außenstehende hingegen durchaus nachvollziehbar. Der Absturz des letztjährigen Vizemeister nimmt fast schon beängstigende Formen an. VfL-Trainer Dieter Hecking muss mittlerweile ernsthaft um seinen Job bangen. „Natürlich verstehen wir die Kritik, der müssen wir uns stellen“, sagte der enttäuschte Coach, der schon in der ersten Spielminute entsetzt aufgesprungen war.

FCA-Angreifer Finnbogason hatte einen groben technischen Fehler von Max Kruse zur frühen Führung genutzt. Danach stellten sich die Gäste nur noch hinten rein und lauerten auf Konter. Immer wieder rannten sich die uninspirierten VfL-Profis fest. So begann das gewohnt ungeduldige Publikum früh zu pfeifen.

Auch nach der Pause blieb Wolfsburg spielbestimmend, war aber völlig harmlos. Wann immer die tief stehenden Gäste dagegen nach vorn kamen, wurde es sogleich gefährlich. So landete die zweite echte Augsburger Torchance direkt im Netz. VfL-Keeper Diego Benaglio konnte einen satten Finnbogason-Schuss nur abklatschen, Altintop staubte dankend ab. Die restliche halbe Stunde war geprägt von Wolfsburger Lethargie und deutlichen Zeichen von Hecking, der die Stammspieler Luiz Gustavo und Ricardo Rodriguez nach deren Lustlos-Auftritten früh vom Feld nahm.

Für die Gäste war es hingegen ein sehr wichtiger Dreier im Kampf um den Klassenerhalt. Dank großer Effektivität landete der FCA den Auswärtssieg. „Das ist eine ganz neue Stärke von uns“, sagte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl. Kapitän Paul Verhaegh, der verletzt ausgewechselt wurde, meinte: „Das war wirklich ein großer Schritt heute.“

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