„Es wird so langsam eng“

+
Willkommen zurück! Innenverteidiger Simon Kjaer (r./mit Diego) musste zuletzt auf die Bank, könnte gegen Bremen aber wieder zur ersten Wolfsburger Elf gehören.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Jetzt geht es nur noch um das (sportliche) Überleben. Vier Tage nach dem Halbfinal-Aus im DFB-Pokal bei Bayern München (1:6) und dem Ende der Europapokal-Träume müssen sich die Fußballer des VfL Wolfsburg wieder auf ihre alltägliche Aufgabe konzentrieren. Und die lautet am Sonnabend (18.30 Uhr) beim ebenfalls gefährdeten Tabellennachbar Werder Bremen: Abstiegskampf.

„Das wird kein Spaziergang. Ich erwarte ein packendes Derby. Werder wird alles versuchen, um uns zu schlagen und wir werden alles probieren, um Bremen zu schlagen“, stimmte VfL-Trainer Dieter Hecking auf einen erbitterten Kampf ein.

Mit einem Sieg im Duell der Grün-Weißen würden die Wölfe (34 Zähler) nicht nur den Vorsprung auf die Bremer (32) auf fünf Punkte ausbauen. Sogar der Klassenerhalt wäre im Optimalfall schon so gut wie unter Dach und Fach. Bleibt der FC Augsburg (27) bei Borussia Mönchengladbach am Freitag ohne Punkte, hätte der VfL vier Spieltage vor dem Saisonende – bei noch zwölf zu vergebenden Punkten – mit einem Sieg bereits zehn Zähler Vorsprung auf den Relegationrang 16.

Solche Rechenspiele sind beim VfL sicher nicht an der Tagesordnung. Manager Klaus Allofs, der erstmals nach seinem Wechsel nach Wolfsburg wieder ins Weserstadion zurückkehrt, lässt es bei der Formulierung, dass der VfL und der Gegner noch Punkte bräuchten.

Auch sportlich bieten sich zwischen den Clubs, die fernab ihrer Erwartungen in der Tabelle stehen, „ein paar Parallelen“, meint Hecking. Auch bei Werder wären in der Saison „einige hervorragende Spiele“ und auch immer wieder „hervorragende Abschnitte“ dabei gewesen. Nur die Stabilität fehlt.

Um die Souveränität seiner Abwehr muss sich Hecking nicht nur wegen des 1:6-Debakels in München Gedanken machen. Gegner Bremen habe in der Offensive große Qualität, warnt Hecking. „Nils Petersen benötigt nicht viele Chancen im Strafraum. Aaron Hunt, Kevin de Bruyne oder Marko Arnautovic sind Spieler, die eine Partie alleine entscheiden können. Darauf müssen wir uns einstellen“, warnt Hecking.

Wie das geschehen soll, ist dem Wolfsburger Trainer nicht noch nicht so ganz klar. Denn: Bei den Innenverteidigern wird es – nach dem Ausfall von Sotirios Kyrgiakos (Blinddarm) – „so langsam eng“. Zudem steht hinter Alexander Madlung (Rücken) ein Fragezeichen. Bleibt bis Sonnabend nur die Frage, ob es im Saisonendspurt nicht für den VfL noch eng wird?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare