Fußball – Bundesliga: VfL-Spieler hadern und schöpfen dennoch Mut für 2020

„Wir brauchen zu viele Chancen...“

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Kam zu zwei guten Schusschancen gegen München (Robert Lewandowski): Wolfsburgs Maximilian Arnold (l.).

München – Das Ergebnis war ernüchternd, die Leistung machte Hoffnung. Nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern München geht der VfL Wolfsburg nicht gänzlich unglücklich in die Winterpause und weiß ganz genau, woran er nach dem Weihnachtsfest noch arbeiten muss.

„Es war auch schon gegen Schalke so: Wir brauchen zu viele Chancen, um ein Tor zu schießen. In München musst du sie nutzen“, filterte Kapitän Josuha Guilavogui das derzeitige Hauptmanko heraus und bekam von Teamkollege Maximilian Arnold recht. „Wir hatten wirklich viele Möglichkeiten, aber nicht das Spielglück, dass ein Ball einfach mal reingefallen ist“, seufzte der 25-Jährige. „Wir hätten einen Punkt mindestens verdient gehabt. Wir müssen aber die Chancen dafür machen.“

Bevor die Wölfe ab dem 4. Januar im Trainingslager in Portugal intensiv an ihren Defiziten arbeiten wollen, freuen sie sich darauf, nach einer kräftezehrenden Hinrunde mit 25 Pflichtspielen mal ein wenig verschnaufen zu können. „Jetzt geht es für uns alle in den verdienten Weihnachtsurlaub und wir werden im neuen Jahr mit vollem Elan wieder angreifen, um dann auch solch ein Spiel gewinnen zu können“, sagte Trainer Oliver Glasner. Auch Arnold bekräftigte: „Es ist ein bisschen ärgerlich, dass die Halbserie rum ist, wir waren in den letzten vier Spielen im Flow drin. Ich lege jetzt die Füße hoch, freue mich aber schon auf die Rückrunde.“

Das Spiel in München gehörte nach einer Halbserie, in der Wolfsburg super begann, einen längeren Durchhänger hatte und sich am Ende wieder steigerte, zu den besseren Auftritten. Die Leidenschaft stimmte, weitestgehend stand der VfL stabil und setzte hier und da Nadelstiche. Pech, dass eine Unaufmerksamkeit den Punktgewinn in München kostete.

„Nach der Länderspielpause im November haben wir den größten Schritt nach vorne gemacht“, analysierte Glasner. Die Hinrunde bezeichnet der ehrgeizige Österreicher als „ordentlich“ – mehr aber auch nicht. „Ich bin nicht so, dass ich hier rumtanze und sage, es war eine Mega-Saison“, sagte er.

Bei vier Punkten Rückstand auf Rang sechs ist die erneute Qualifikation für den Europapokal kein völlig unrealistisches Ziel. Zumindest wenn Grün-Weiß die finalen Leistungen 2019 konserviert.

Ein Schlüsselspieler und Hoffnungsträger für die zweite Saisonhälfte ist neben Torjäger Wout Weghorst auch Zugang Xaver Schlager. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler verletzte sich im Sommer schwer und zeigte gegen Gladbach, Schalke und auch den FCB (dieses Mal auf der Zehn), wie wichtig er für Wolfsburg werden kann. Nach seinem langen Ausfall tut ihm die Winterpause besonders gut. „Der Akku war von Anfang an ziemlich leer“, verriet der Österreicher in München. Und ergänzte: „Man merkt, dass ich drei Monate weg war.“  dpa/ib

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